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Detroit Lions – Wieder Nicht Bereit Für Die Nächste Schippe?

Detroit Lions – Wieder Nicht Bereit Für Die Nächste Schippe?

Die Detroit Lions stehen im Moment bei einer Bilanz von 3 – 3 – 0. Damit belegt man nur Rang drei der NFC North und ist auf dem besten Wege die Spielzeit von 2017 in die Ablage „Enttäuschung“ einmünden zu lassen. Immer wenn man glaubt, die Lions können noch eine Schippe drauflegen, beweisen sie genau das Gegenteil. Nach einem ordentlichen Start verabschiedete man sich mit zwei enttäuschenden Niederlagen gegen die Carolina Panthers (24 – 27) und New Orleans Saints (38 – 52) in die Bye Week.

Schwankende Leistung Versaut Playoffs

Wieso machen sich die Lions immer selbst das Leben so schwer? Bereits seit mehreren Jahren hat man grundsätzlich eine talentierte Mannschaft zusammen. Die Offensive gehört regelmäßig mit zu den Besten der Liga, aber für einen größeren Playoff-Run hat es bislang nie gereicht. In den Spielzeiten von 2011, 2014 und 2016 verlor man jeweils in der Wild Card Runde. Das ist natürlich auf Dauer zu wenig.

Anhand der Zahlen kann man erkennen, dass man es nie zweimal hintereinander in die Postseason schaffte. Also, immer dann wenn man glaubt die Lions legen nochmals eine Schippe drauf oder machen den nächsten Schritt, folgt genau das Gegenteil. So stehen die Chancen auch gut, dass man 2017 mit leeren Händen da steht.

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Betrachtet man die aktuelle Situation wäre ein verpassen der Playoffs schon mehr als nur eine herbe Enttäuschung. Hat man doch gerade mit dem Ausfall von Aaron Rodgers (33, QB, Packers) gute Chancen die Green Bay Packers (4 – 3 – 0), den großen Divisions Rivalen abzuhängen. Eine solche Möglichkeit müssen die Lions nun auch endlich mal in etwas zählbares ummünzen.

Natürlich hat man mit den Minnesota Vikings (5 – 2 – 0) auch einen weiteren starken Konkurrenten. Ebenfalls wie die wieder erstärkten Chicago Bears (3 – 4 – 0), welche ich noch nicht komplett abschreiben würde. Dennoch ist es an der Zeit für die Lions endlich mal die Zähne zu zeigen und klar zu machen wer das Team im Norden ist!

Offense Hui – Defense Pfui? Oder Doch Umgedreht?

Wichtig auf dem Weg in die Playoffs wird es sein, das man eine bessere Balance schafft. Wer Detroit etwas verfolgt hat, dem ist sicherlich aufgefallen, dass sie nicht unbedingt das beste Passspiel, geschweige denn das beste Laufspiel haben, aber sie Punkten! Mit 26.8 Punkte pro Spiel weißt das Team um Head Coach Jim Caldwell (62) die achtbeste Bilanz auf. Also gehört man doch eigentlich in diesem Bereich definitiv zu einem heißen Playoff-Aspirant.

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Anders dagegen die Verteidigung. Diese ist zwar dank ihrer guten D-Line stark gegen den Lauf, aber die Passverteidigung ist noch ausbaufähig. Man gehört zwar nicht zu den allerschlechtesten, aber so einige Plays hätte man durchaus verhindern können, wenn nicht sogar müssen!

Die Konsequenz daraus ist natürlich, dass viele dieser Plays zu Punkten geführt haben und das ist das Hauptmanko der Defensive! Obwohl man sich nicht so präsentiert, lässt man viel zu viele Punkte in der Verteidigung zu. 24.8 Punkte kassieren die Lions im Schnitt. Das bedeutet Rang 28!

Ich möchte aber, dass ihr folgendes zur Kenntnis nehmt, die Verteidigung der Detroit Lions sorgt für Turnover! Im Schnitt erobern die Lions nämlich 2.3 mal pro Spiel den Ball durch eine Interception oder Fumble – Ligaspitze! Was also sorgt dafür, dass Detroit regelmäßig so viele Punkte kassiert?

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Schaut man mal etwas genauer hin dann stellt man fest, dass die Lions sehr wenig Yards pro Play machen, im Schnitt nur 4.6. Nicht nur, dass man hier zum dritt schlechtesten Team der Liga gehört, sondern man muss somit oftmals den Ball frühzeitig abgeben. Daher muss auch die Defensive häufiger ihren Job machen um die Balance zu halten und das Ballrecht für die Offensive zurück zu erkämpfen. Das fällt dann auf, wenn man sieht, dass die Lions trotz der wenigen Yards pro Play, immer noch über 50 % Ballbesitz im Schnitt haben.

Die Verteidigung hat, um es auf Deutsch zu sagen, wenig Spielraum für Fehler. Das ist jetzt also die Kehrtwende der Überschrift. Weder ist die Offensive noch so gut wie es die Statistik meintlich verrät, noch ist die Defensive so schlecht, wie es die Zahlen vermuten lassen. Es ist und bleibt immer ein wenig kompliziert wenn Detroit spielt aber egal wie, am Ende zählt nur das Ergebnis!

Verletzungsprobleme Könnten Kostbar Werden

Hinsichtlich des benötigten Endspurts könnte auch die Verletzungsliste für schlaflose Nächte in Detroit sorgen. Schaut man sich diese an, dann sieht man hier wirklich einige hochkarätige Namen draufstehen. Ich bin mir sicher wenn nur die Hälfte der Spieler wie Haloti Ngata (33, DT), Taylor Decker (23 OT), Golden Tate (29, WR) oder T.J. Lang (30, G) top fit wären, würde Detroit nicht mit einer solchen Bilanz von 3 – 3 – 0 da stehen.

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Zu allem Überfluss ist nun auch noch Star QB Matthew Stafford (29) angeschlagen. Es ist zwar zu erwarten, dass Stafford gegen die Pittsburgh Steelers seine gewohnte Rolle hinter der O-Line einnehmen wird, jedoch weiß man nicht in welchem Zustand. Genau wenn es in die heiße Phase geht, braucht man jeden Mann in topform. Es wäre aber mal wieder typisch für die Stadt im US-Bundestaat Michigan wenn man wegen Kleinigkeiten die Playoffs verpasst.

Um aber nicht ganz den Teufel an die Wand zu malen, nehme ich mal das Restprogramm her. Es warten schon noch die ein oder anderen starken Mannschaften, aber man hat es grundsätzlich selbst in der Hand. Interne Divisionsspiele haben sowieso ihre eigenen Gesetze und der Rest ist alles nicht unschlagbar. Da hat man am kommenden Wochenende mit den Pittsburgh Steelers (5 – 2 – 0) wohl schon die gefährlichste Mannschaft als Gegner. Zieht man sich hier gut aus der Affäre hat man eigentlich eine gute Ausgangslage aber was heißt bei den Lions schon eigentlich!

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