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Die Baustellen Der NFL Teams – AFC North

DIE BAUSTELLEN DER NFL TEAMS – AFC NORTH

Die NFL befindet sich zwar in der Offseason, allerdings wird auch diese viele interessante Geschichten und Themen bieten. Egal ob Free Agency, Combine oder Draft von Februar bis April wird es einige entscheidende und weichenstellende Entscheidungen der NFL Teams für die kommende Spielzeit geben. In den nächsten Wochen, bis zum Draft 2019, werden wir uns jede Woche eine andere Division vorknöpfen und uns ansehen wo bei den einzelnen Teams Handlungsbedarf herrscht.

Immer wieder wurde die AFC North von den Pittsburgh Steelers dominiert, auch vor der Saison galten diese wieder als großer Favorit. Zum Ende standen aber doch sehr überraschend nicht die Steelers sondern die Baltimore Ravens an der Spitze der Division und somit in den Playoffs.

CINCINNATI BENGALS

2018: 6 – 10 – 0 Keine Playoffs | Draft Picks: 6 | Cap Space: $49,5 Mio.

Die Saison 2018 war für die Cincinnati Bengals von Vorn bis Hinten eine regelrechte Seuchenspielzeit mit unzähligen Verletzungen. Bereits zum dritten Mal in Folge musste man sich am Schluss mit einem Losing Record zufrieden geben. Im offensiven Passspiel legten sie die zwölftwenigsten Yards pro Partie zurück. Quarterback Andy Dalton (31) spielte, man muss fast sagen mal wieder, nur eine maximal durchschnittliche Saison. Nach Woche zwölf mussten die Cincinnati Bengals wegen einer Verletzung sogar ganz auf ihren eigentlichen Spielmacher verzichten und er wurde schließlich die restliche Spielzeit durch Jeff Driskel (25) ersetzt. Allerdings nicht nur wegen deren Passgeber ging durch die Luft für die Bengals relativ wenig, dies ist auch auf ihre maximal mittelmäßig aufspielende Offensive Line zurückzuführen.

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Mit Tyler Boyd (24, WR), A.J. Green (30, WR) und dem Combine Helden von 2017 John Ross (24, WR) schien der Wide Receiver Corp zu Beginn eigentlich gut aufgestellt. Die beiden erstgenannten konnten auch durchaus gut abliefern. Boyd hatte mit seinen 76 Ballfängen für knapp über 1000 Yards und sieben Touchdowns eine regelrechte Breakout Season. Der seit Jahren immer zu den Besten seiner Zunft gehörenden A.J. Green fing bis zu Woche neun 46 Bälle für 694 Yards und sechs Touchdowns, ehe eine Verletzung auch ihn die Saison vorzeitig beenden ließ. Ross war erneut eine riesige Enttäuschung. Gerademal 210 Receiving Yards konnte er in den 13 Partien die er auflief für sich verzeichnen. Nicht ohne Grund gilt er als Draft Bust und ist das perfekte Beispiel dafür, wie unwichtig doch die Werte bei der Scouting Combine sind.

Ein weiterer Star in den Reihen der Wildkatzen musste die Saison verletzungsbedingt früh beenden. Tyler Eifert (28, TE), eigentlich eine wichtige Red Zone Waffe, gilt ja schon seit jeher als extrem verletzungsanfällig, doch was ihm dieses Jahr wiederfuhr, wünscht man seinen schlimmsten Feinden nicht. In Woche vier bei den Atlanta Falcons zog sich der Tight End eine abartige Knöchelverletzung zu. Und auch sein Tight End Kollege Tyler Kroft (26) war Teil der Verletzungsmisere in Cincinnati.

Ein Lichtblick der sonst durchschnittlich performenden Offensive war aber Joe Mixon (22, RB). Der Runningback erlief den viertmeisten Raum aller Ballträger in der NFL. Ganze 1168 Rushing Yards, sowie acht Rushing Touchdowns konnte er alleine zu Fuß sammeln. Durch die Luft war Mixon sogar der Spieler mit den drittmeisten Receptions aller Bengals Akteure. Auch hier konnte er sein Talent unter Beweis stellen.

BAUSTELLEN

Andy Dalton gilt als strittige Personalie in Cincinnati. Er ist und bleibt ein durchschnittlicher Passgeber und gehört definitiv nicht zur Elite seinesgleichen. Für die nächsten Jahre stellt sich also die Frage ob die Bengals Verantwortlichen weiter auf ihn zählen, oder sie sich doch nach einem neuen Spielmacher für die Zukunft umsehen. Dennoch wird man allem Anschein nach mit „Red Rifle“, wie er genannt wird, in die neue Spielzeit starten. Ob eine neue Personalie einen großen Umbruch einläuten würde steht sowieso auf einem ganz anderen Stern. Außerdem gilt es Dalton wieder eine sichere Anspielstation für die kurzen Distanzen an die Seite zu stellen. Ein guter Tight End für den verletzungsanfälligen Eifert sollte unter Vertrag genommen werden. Denn besonders in den letzten zwanzig Yards vor der Endzone sind diese ein beliebtes Ziel des Passgebers.

Auf der anderen Seite des Balles war das Team eines der schlechtesten des abgelaufenen Jahres. Kein anderes Team ließ durch die Luft mehr Raumgewinn zu. Für ganze 275,9 Passing Yards konnten gegnerische Quarterbacks im Schnitt gegen die Bengals werfen. Obendrein ließen sie außerdem die drittmeisten Punkte über den Pass zu (28,4). Auf der Cornerback Position muss also dringend Abhilfe geschaffen werden. Die zu oft zugelassenen Big Plays durch die Luft müssen verringert werden. Vielleicht können sich die Bengals die Rechte an Ronald Darby (25) sichern. Der Vertrag des Cornerbacks bei den Philadelphia Eagles wurde noch nicht verlängert.

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baltimore ravens

2018: 10 – 6 – 0 Wild Card Round | Draft Picks: 6 | Cap Space: $25,6 Mio.

Einen relativ großen Umbruch konnten die Baltimore Ravens bereits während der Saison einleiten. Der langjährige Starting Quarterback Joe Flacco (34), welcher die Ravens zu ihrem zweiten Superbowl Sieg führte, wurde auf die Bank verbannt. Für ihn sprang ein junger Wilder in die Presche. Lamar Jackson (22) soll von nun an der neue Franchise Quarterback sein. Von heute auf Morgen war die Offensive eine völlig andere. Aus der insgesamt Pass lastigen und mittelmäßigen Rushing Offense wurde eine richtige Old School Rushing Offense. Mit einem regelrechten Run schafften es die Ravens sogar tatsächlich noch in die Playoffs. Mit sechs Siegen aus den letzten sieben Partien gelang es das Ticket für die Wild Card Round zu ziehen, dort war allerdings gegen die zu starken L.A. Chargers schluss.

Ob über Quarterback Jackson oder die beiden Runningbacks Gus Edwards (23) und Alex Collins (24), in den letzten sieben Spielen konnten die Ravens im Schnitt sagenhafte 230 Yards erlaufen. Zum Vergleich: in den neun Wochen zuvor waren es gerade einmal 104 Rushing Yards pro Begegnung. Dadurch konnten auch viele Play Action Spielzüge eingebaut werden, in denen Jackson allerdings seine Schwächen offenbarte. Im Passspiel gilt es für die Ravens einiges an Arbeit zu investieren und auch hier die nötige Effektivität an den Tag zu legen. Jackson ist die Zukunft der Ravens. Ihr Vertrauen bewiesen sie erst kürzlich als Flacco zu den Denver Broncos getrated wurde.

Die Ravens Verteidigung gilt als die beste der gesamten NFL. Ob gegen den Lauf oder gegen den Pass, beide Male waren sie unter den fünf besten Teams der Liga. Rechnet man beides zusammen sind sie sogar an der Spitze aller Defensiven. Nur 292,9 Yards ließ man im Schnitt zu, noch vor den Buffalo Bills (294,1) und den Chicago Bears (299,7). Außerdem ließen nur die Bears noch weniger Punkte zu als die Ravens. Die Kontrahenten Baltimore´s konnten nur 287 Punkte auf das Board bringen, das sind nur 17,9 Punkte pro Begegnung. Ein herausragender Wert, welcher die Dominanz der Ravens Defensive verdeutlicht.

BAUSTELLEN

Defensiv gibt es für die Ravens nicht sehr viel Handlungsbedarf. Egal welche Position man sich ansieht, die Ravens waren überall top besetzt. Zwei gravierende Personalentscheidungen wurden allerdings gefällt. Eric Weddle (S, 34) lief in den letzten drei Saisons als Starter auf der Free Safety Position auf und war ein entscheidender Faktor im Defensive Backfield. Vor etwa einer Woche wurde allerdings überraschend verkündet, dass es in Zukunft ohne Weddle weiter gehen wird. Nicht einmal zehn Tage später unterschrieb er auch schon einen Vertrag bei seinem neuen Arbeitgeber, den L.A. Rams. Höchstwahrscheinlich war die Entlassung eine Altersentscheidung, dennoch aber ein tiefer Einschnitt in der Defensive.

Die zweite hochrangige Personalie ist Linebacker C.J. Mosley (26). Der Rookie Vertrag des Defensivspezialisten endete mit Ablauf der Saison und in Baltimore entschied man sich ihn ziehen zu lassen. Er gilt nun als eines der heißesten Eisen der gesamten Free Agency. Ganz nebenbei lief auch noch der Vertrag des zukünftigen Hall of Famers Terrell Suggs (LB, 36) aus, welcher wohl ebenfalls nicht verlängert wurde um den Kader zu verjüngen.

Um die Dominanz der Verteidigung zu wahren muss auf beiden Positionen nach Ersatz für die Abtrünnigen gesucht werden. Auf der Position der Safetys gibt es so viele große Namen in der Free Agency wie selten zuvor. Egal ob Landon Collins (25, vorher New York Giants), LeMarcus Joyner (28, vorher L.A. Rams) oder Tyrann Mathieu (26, vorher Houston Texans), allesamt erstklassige Verteidiger für die Secondary und somit Kandidaten für den offenen Posten der Ravens.  Auf der Linebacker Position könnte man ebenfalls auf dem freien Markt nach Ersatz suchen. Auch hier tummeln sich einige Spieler welche sich bereits einen Namen in der NFL gemacht haben. Anthony Barr (27) von den Minnesota Vikings ist hier ein ganz interessanter Kandidat, nachdem auch sein Vertrag nicht erneuert wurde.

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Um den Bogen wieder auf die Offensive zurückspannen, müssen, um das Passspiel des unerfahrenen Quarterbacks zu verbessern, unbedingt Wide Receiver verpflichtet werden. Auch hier mussten die Ravens einbusen verzeichnen. Ihr bester Ballfänger des vergangenen Jahres, John Brown (WR, 28), betritt ebenfalls den freien Markt. Hier aber „den Besten“ heraus zu picken ist schon fast makaber. Der gesamte Wide Receiver Corp ist extrem schlecht und nicht sehr tief ausgestattet. Akteure wie Willie Snead (26) oder Michael Crabtree (31) enttäuschten auf ganzer Linie. Sieht man sich die besten Quarterbacks der Liga an, so gibt es für diese fast immer ein Lieblingsziel. Ein solches wäre für Jackson extrem wichtig um Sicherheit in der NFL zu erlangen und auch im Passspiel Fuß zu fassen.

CLEVELAND BROWNS

2018: 7 – 8 – 1 Keine Playoffs | Draft Picks: 11 | Cap Space: $81,4 Mio.

Bei den Cleveland Browns scheint sich nach vielen Jahren der Erfolgslosigkeit wirklich eine neue Ära zu entwickeln. Endlich hat man in Baker Mayfield (QB, 23) den lang ersehnten Franchise Quarterback gefunden. Nachdem endlos viele vielversprechende Talente auf dieser Position geradezu verbrannt wurden, scheint Mayfield der Mann zu sein, der den unglaublichen Druck in Cleveland gewachsen zu sein scheint. Wie ein Befreiungsschlag wirkte außerdem die längst überfällige Entlassung des Head Coaches Hue Jackson (53). Der Mann wirkte förmlich wie ein Klotz am Bein der Franchise. In seinen zweieinhalb Jahren bei den Browns konnte er gerademal drei Siege für sich verzeichnen, ganze 36 Mal musste er sich geschlagen geben. Der Tiefpunkt: Die 0 – 16 Saison 2017. Kaum war Jackson Geschichte, wurde in Cleveland anschaulicher Football praktiziert. Und das auch noch recht erfolgreich. Mit fünf Siegen und vier Niederlagen beendete man die Saison schließlich, eine gute Basis für die Zukunft. Freddie Kitchens (44) wurde jüngst zum neuen Cheftrainer erklärt und tritt die Folge des erfolglosen Jackson an.

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Allgemein wurde in den vergangen Jahren gut gedraftet. Schaut man sich alleine die Erstrunden Draftpicks der letzten beiden Jahre an, sieht man ausschließlich vielversprechende Talente welche die Säulen der neuen Browns bilden sollen. Myles Garrett (DE, 23) ist schon jetzt ein Pass Rusher par excellence, Jabrill Peppers (23) ein großartiger Safety, David Njoku (TE, 22) könnte für Mayfield die Redzone Waffe schlechthin werden, Denzel Ward (CB, 21) ein Monstertalent im Defensive Backfield und zuletzt Mayfield selbst sind Personalien von denen wir noch einiges hören werden.

Mit einem durchschnittlich recht jungen Wide Receiver Corp, gibt es für den jungen Spielmacher eigentlich einige Ziele. Ganz vorne stand hier der vor der Saison verpflichtete Jarvis Landry (26), der gleich in seiner ersten Saison in Cleveland 81 Pässe für fast 1000 Yards fing. Dahinter kristallisierte sich aber kein richtig guter zweiter Wide Receiver heraus. Besonders stark präsentierte man sich aber über den Lauf. Nick Chubb (RB, 23), wie Mayfield ebenfalls ein Rookie, blühte nachdem Carlos Hyde (RB, 28) zu den Jacksonville Jaguars getradet wurde, regelrecht auf. Mit seinen 192 Carries für insgesamt 996 Yards, sowie acht Touchdowns, wurde er prompt in den Pro Bowl gewählt.

BAUSTELLEN

Auch wenn die Wide Receiver recht vielversprechend aussehen und hier einiges an Talent schlummert, sollte hier doch noch vor der neuen Spielzeit nachgebessert werden. Landry fängt zwar immer sehr viele Pässe, ist aber nicht der Receiver der die besonders wichtigen „Yards after Catch“ absolviert. Hier könnte tatsächlich ein Elite Receiver neu zum Team stoßen. Die Browns haben mehr als genug Geld auf der hohen Kante, um einen der besten der Liga zu holen. Antonio Brown (30) kündigte zuletzt an nichtmehr für die Pittsburgh Steelers auflaufen zu wollen und man einigte sich schließlich darauf einen möglichen Trade Partner zu finden. Es ist allerdings fraglich ob die Steelers eine solche Waffe zu einem Divisions Konkurrenten ziehen lassen.

Das Mayfield´s Entwicklung so rasant wie bisher weitergeht, brauchen die Browns Verstärkung in den „Bodyguards“ des Quarterback´s. Vor einiger Zeit verkündete der jahrelang überragende Offensive Tackle Joe Thomas (34) sein Karriereende mit Ablauf des NFL-Jahres. Ein harter Schlag für die Franchise, Thomas gilt seit Jahren als einer der Besten seiner Zunft und schon jetzt als Legende in Cleveland. Der ehemalige First Round Pick konnte in seiner elfjährigen Karriere zehn Pro Bowl Nominierungen und sieben first Team All Pro Nominierungen für sich verbuchen. In der Offensive Line sollte nach Talenten im Draft gesucht werden, dieser bietet diese Saison in dieser Hinsicht besonders viel Talent. Jonah Williams (21) gilt als einer der besten College Offensive Tackles.

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Insgesamt fehlen tatsächlich nicht viele Puzzle Teile um die Browns zu einem dauerhaften Playoff Kandidaten, ja sogar einen richtigen Titelanwärter in den nächsten Jahren zu machen. In der Free Agency könnten sie dieses Jahr richtig groß zuschnappen, der General Manager John Dorsey (58) war schon während seiner Zeit bei den Kansas City Chiefs ein Mann für große Verpflichtungen. Erst in der vergangenen Woche holte er den Linebacker Olivier Vernon (28) von den Giants aus New York, mit Garrett könnte dieser ein richtig gefährliches Pass Rush Duo bilden.

Pittsburgh steelers

2018: 9 – 6 – 1 Keine Playoffs | Draft Picks: 7 | Cap Space: $12,2 Mio.

Die Pittsburgh Steelers starteten mit großen Ambitionen in die abgelaufene Saison. Wiedermal galten sie als einer der großen Favoriten auf den Titel, doch die Spielzeit war geprägt von divenhaften Personalien. LeVeon Bell (RB, 27) streikte tatsächlich die gesamten 16 Spiele und zwang die Steelers somit ihm in die Freiheit zu entlassen. Von James Conner (23) wurde der Runningback anfangs recht gut ersetzt, dieser konnte seine gute Form allerdings nicht über die ganze Saison halten. Und dann war da ja noch Antonio Brown. Der auf dem Spielfeld scheinbar so mit Ben Roethlisberger (QB, 37) harmonierende Wide Receiver meckerte immer mehr und verlangte vor wenigen Wochen schließlich einen Trade zu einem anderen Team.

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Roethlisberger spielte die beste Saison seiner bisherigen Karriere. Über 5000 Passing Yards, was ihm bisher noch nie gelang, 34 Passing Touchdowns, ebenfalls sein persönlicher Bestwert, sprechen ganz für sich. Mit Juju Smith-Shuster (22) und Antonio Brown hatte „Big Ben“ gleich zwar weltklasse Receiver zur Auswahl. Beide setzte er grandios in Szene. Beide fingen über 100 Pässe, Raumgewinn für insgesamt über 2700 Yards und zusammen 22 Touchdowns. Mit verantwortlich war hierfür die super aufspielende Offensive Line vor Roethlisberger. Gerademal 1,5 Sacks ließen diese in der regulären Saison zu, nur drei Teams waren hier besser.

Offensiv gehörte Pittsburgh zwar zur Elite der Liga, sie mussten sich allerdings sechs Mal geschlagen geben und landeten auf Rang drei der AFC North. Defensiv waren die Steelers also nicht ansatzweise so stark. Kein Akteur hatte auch nur annähernd 100 Tackles, ein schlechtes Zeichen. Lichtblick der Verteidigung war T.J. Watt (LB, 24). Der jüngere Bruder von Defensive End J.J. Watt (29, Houston Texans), war der Sackleader in Pittsburgh. 13 Mal brachte er gegnerische Quarterbacks zu fall und 68 Tackles gingen aufs Konto des Pass Rushers.

BAUSTELLEN

Keine Frage, defensiv fehlt den Steelers einfach ihr Star Linebacker Ryan Shazier (26). Der Defensivspezialist verletzte sich in der Saison 2017 schwer am Rückrad und konnte seine Beine nichtmehr bewegen. Mittlerweile schafft es Shazier zwar wieder zu stehen und sogar das Laufen konnte er sich selbst wieder beibringen. Immer wieder kündigt er an irgendwann wieder in der NFL auflaufen zu wollen. Sieht man sich allerdings seinen Zustand an ist das extrem unwahrscheinlich und wäre das Wunder schlechthin. Schon im letztjährigen Draft hätte hier dringend nach Ersatz gesucht werden müssen, dies wurde allerdings verschlafen. Nun steht die Baustelle Linebacker ganz oben auf der Agenda.

Offensiv gilt es die beiden abtrünnigen Diven Brown und Bell zu ersetzen. Die Steelers haben zwar einen richtig guten Runningback für alle drei Downs, doch die ganze Last auf nur seine Schultern zu legen, entpuppte sich schon in dieser Saison als schlechte Entscheidung. Conner verletzte sich im letzten Drittel der Saison und das Runninggame in Pittsburgh war nicht mehr vorhanden. Runningbacks wie Jay Ajayi (25) und C.J. Anderson (28) sind die besten Ballträger in der Free Agency.

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Hinter Juju Smith-Shuster, welcher zum Lieblingsziel von Roethlisberger avancierte, muss unbedingt nachgebessert werden. In der Free Agency sind nicht gerade Steelers typische Receiver zu haben, ein großer Trade scheint wegen dem Mangel des nötigen Kleingeldes auch nicht möglich. Doch im Draft gibt es so manches Talent welches dieses Jahr den Weg in die NFL finden wird. In der Combine, der Viehbeschauung der Liga, drang sich ein Spieler mitten ins Rampenlicht. D.K. Metcalf überzeugte nicht nur mit seiner unglaublichen körperlichen Verfassung, sondern auch mit der überraschenden Athletik bei verschiedenen Tests. Der 1,96 Meter Mann legte die 40 Yards, trotz seiner 108 kg Körpergewicht, in 4,33 Sekunden zurück.

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