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Die Baustellen Der NFL Teams – Die NFC East

DIE BAUSTELLEN DER NFL TEAMS – DIE NFC EAST

Weiter geht es mit den Baustellen der verschiedenen NFL Teams. Nach der AFC East, geht es wieder in die NFC. Die NFC East war im vergangenen Jahr wohl die schwächste Division der NFL. Überraschend gelang es dem Football Team an Washington an der Spitze zu stehen, die Dallas Cowboys enttäuschten am Ende sehr.

Washington Football Team

2020: 7-9-0 Wild Card Round| Draftpicks: 8 | Cap Space: $20,9 Mio. $

Wirklich sehr überraschend war das Washington Football Team der letztjährige Spitzenreiter der schwachen AFC East. Natürlich spielte die gesamte Division extrem enttäuschend, dennoch kann das noch namenlose Team auf der Saison 2020 aufbauen. Angeführt vom Comeback Player of the year, Alex Smith (36, QB), kam man auf ein Standing von sieben Siegen zu neun Niederlagen. Was ihnen am Ende tatsächlich den Division Sieg bescherte. In der Wild Card Round setzte der spätere Super Bowl Sieger, die Tampa Bay Buccaneers, den Träumen aber sofort ein Ende. Dennoch lässt sich auf dem vergangenen Jahr aufbauen, denn vor der Saison wurde Washington bereits in jeglicher Hinsicht als schlechtestes NFL Team abgeschrieben.

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Offensiv waren besonders Rookie Runningback Antonio Gibson (22), sowie Wide Receiver Terry McLaurin (25) in seinem zweiten Jahr in der Liga, die Lichtblicke des Teams. Gibson, seines Zeichens Drittrunden Draftpick, wurde nicht von Beginn an regelmäßig eingesetzt. In Woche sieben, gegen den Divisionskonkurrenten, den Dallas Cowboys, gelang ihm dann mit über 120 Rushing Yards ein kleiner Durchbruch. Insgesamt kam er auf 795 Rushing Yards und elf Rushing Touchdowns. Nach seiner Rookie Saison konnte McLaurin sich erheblich steigern und war in der Offensive der Dreh- und Angelpunkt des Football Teams. 87 Receptions für 1118 Receiving Yards und vier Touchdowns standen am Ende auf der Habenseite. Und obwohl der schnelle Wide Receiver klasse aufspielte, war sein Team im offensiven Passspiel das neuntschlechteste der gesamten Liga. In Punkto Laufspiel war man gar das siebtschlechteste Team.

Baustellen

Entgegen der nur phasenweise gefährlichen Offense, konnte die Defense entscheidende Akzente setzen und war der Hauptgrund für das Erreichen der Playoffs. Durch die Luft ließ das Team nur magere 3068 Yards, sowie 21 Touchdowns zu, mit 3051 Yards und 17 Touchdowns waren in beiden Kategorien nur die Los Angeles Rams besser. 16 Interceptions waren ein Top Fünf Wert aller Teams. Mit dazu kamen starke 47 Sacks, was Rang sieben bedeutete. Alles in allem extrem starke Stats und kaum Handlungsbedarf. Cornerback Ronald Darby (27) ließ man in die Free Agency gehen, ersetzte diesen aber sogleich mit William Jackson III (28). Jackson wurde 2016 in der ersten Runde des Drafts von den Cincinnati Bengals ausgewählt.

Mit den Pass Rushern Montez Sweat (24) und Chase Young (21) hat die Führungsriege den Grundstein für eine lang bestehende, starke Defensive gelegt. Wenn wir also auf die Baustellen Blicken, bestehen diese hauptsächlich in der Offensive. Erst vor zwei Wochen entschied man sich die Cinderella Story rund um Smith zu beenden und entließ kurzerhand den Passgeber. Kurz darauf wurde sogleich sein Nachfolger bekanntgegeben. In Zukunft soll der NFL Wandervogel Ryan Fitzpatrick (38) also die Bälle in Washington verteilen. Natürlich ist Fitzpatrick keine Langzeitlösung. Der extrem intelligente Quarterback wird als Brückenspieler eingesetzt und gilt außerdem als sehr guter Mentor für junge Akteure. Das erste Auswahlrecht hat Washington an Stelle 19. Kaum vorstellbar, dass einer der Top Quarterbacks dann noch zu haben sein wird. Wenn jedoch ein Mac Jones (22) weit fallen würde, heißt es zuschlagen. Denn für eine erfolgreiche Zukunft muss dringend ein junger Spielmacher her.

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Auch die offensive Schlagkraft neben McLaurin wurde bereits überarbeitet. Mit Curtis Samuel (24) holte man einen vielseitig einsetzbaren, jungen Wide Reciever vom freien Markt. Egal ob im Passspiel oder als Ballträger, Samuel macht die Offensive sofort unberechenbare. Um Fitzpatrick die nötige Zeit zu verschaffen konnte man die Position des rechten Guard´s auf hohem Niveau halten. Der Vertrag von Brandon Scherff (30) wurde für viel Geld verlängert. Nun sollte man in den Draft Runden zwei bis fünf noch für mehr Tiefe in der O-Line sorgen, besonders auf den Tackle Positionen.

Philadelphia Eagles

2020: 4-11-1 keine Playoffs | Draftpicks: 12 | Cap Space: $2,4 Mio. $

Erneut können die Philadelphia Eagles auf eine enttäuschende Saison zurückblicken. Seit dem Super Bowl Sieg 2018 geht es für das Team stetig bergab. Zwei neun und sieben Saisons hintereinander und schlechte Playoff Perfomences resultierten schließlich in eine vier zu elf Spielzeit im vergangenen Jahr. Mit katastrophaler Leistung und ängstlichem Spiel belegte man den letzten Rang der eigenen Division. Lange stand die Quarterback Frage im Raum. Carson Wentz (28) schien völlig verloren und war ein ganz anderer Akteur als in den Jahren zuvor. Schließlich entschied man sich Wentz auf die Bank zu verbannen und ersetzte ihn durch den Rookie Jalen Hurts (22). Doch auch Hurts tat sich sichtlich schwer. Am Ende stand man im offensiven Passspiel unter den sieben schlechtesten Teams. In Punkto Laufspiel konnte man jedoch überzeugen. Mit 2027 Rushing Yards stand man zumindest auf Rang neun aller Teams. In der Redzone gelang allerdings auch am Boden nicht viel. 16 Rushing Touchdowns sind höchstens durchschnittlich.

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Auch defensiv erinnert kaum etwas an das glorreiche „eine Jahr“. Gegen den Pass war man zumindest noch im grauen Mittelfeld der NFL. Die einst so starke Laufverteidigung war jedoch eine der schlechtesten Liga weit. 2012 zugelassene Rushing Yards, sowie 20 zugelassene Rushing Touchdowns sind alles andere als gut. Da halfen auch die starken 49 Quarterback Sacks kaum noch etwas. Zumindest in diesem einen Punkt konnte man abliefern. Nur den Pittsburgh Steelers (56) und den Los Angeles Rams (53) gelang es öfter gegnerische Passgeber zu Boden zu bringen. Doch die Defensive Line gehört weiß Gott nichtmehr zu den Jüngsten. Denn Fletcher Cox (30) und Brandon Graham (32) gehören bereits zum alten Eisen.

Baustellen

Hauptaugenmerk muss auf der Position des Quarterbacks liegen. Jüngst verschiffte man Wentz zu den Indianapolis Colts und ernannte Hurts zum künftigen Starter. Doch ist Hurts dem Ganzen überhaupt gewachsen? Oder sollte man sich im Draft erneut nach einem neuen Quarterback umsehen. In vielen Mock Drafts lotsen NFL Experten hier einen neuen Mann in Richtung Philly. Mit dem sechsten Pick overall muss man sich im Front Office definitv mit dieser Personalie beschäftigen. Hinter Hurts wurde bereits jetzt ein alter, erfahrener Quarterback verpflichtet. Joe Flacco (36) unterschrieb einen Einjahresvertrag beim neuen Arbeitgeber. Ob er als eine Art Mentor, Backup oder gar Starter in die Saison gehen wird steht noch in den Sternen.

Doch egal welcher Spieler das Ei künftig durch die Luft werfen wird, die löchrige Offensive Line hat sehr hohe Priorität. Ganze 65 mal wurden Wentz und Hurts zusammen von gegnerischen Verteidigern gesackt. Das ist abgeschlagen der schlechteste Wert aller Teams. Nur das Football Team aus Washington und die New York Giants, mit jeweils 50 sind gerade so in Reichweite. In der Free Agency gab die Franchise bisher nur $1 Mio. aus, mit Abstand am wenigsten. Mit dem mageren §2,4 Mio. Restbudget aber auch kein Wunder, hier wird es keine großen Verpflichtungen geben. Die O-Line muss also über den Draft gestärkt werden. Ebenso wie die Tiefe der Defensive Line, das Defensive Backfield und die Position der Linebacker.

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Baustellen über Baustellen ziehen sich durch den gesamten Kader des Teams. Und Geld hat man kaum zur Verfügung. Wie soll man dann noch den Posten der Wide Receiver behandeln? Nummer eins Wide Receiver ist momentan Travis Fulgham. Der 25-jährige wurde als Rookie von den Detroit Lions gecuttet. Die Nummer zwei dahinter ist Greg Ward (25), ja genau der Greg Ward der vor zwei Jahren noch in der Alliance of American Football auflief. Wo man bei den Eagles hinsieht, überall gibt es Handlungsbedarf. Ich sehe hier einen kompletten Rebuild unumgänglich. Man muss dringend Spieler mit fetten Verträgen, welche nicht abliefern loswerden und ein neues, junges Team um Hurts oder einen anderen Quarterback aufbauen. Alternde Akteure wie Fletcher Cox, Lane Johnson (31, RT) und Zach Ertz (31, TE) streichen jede Menge Kohle ein, spielen aber in jüngerer Vergangenheit nicht annähernd auf diesem Niveau. Auch wenn es die Fans von Philadelphia nicht gerne lesen werden, aber die nächste Spielzeit wird für ihr Team nicht besser ausgehen als die letzte.

Dallas Cowboys

2020: 6-10-0 keine Playoffs | Draftpicks: 13 | Cap Space: $10,1 Mio. $

Die Saison der Cowboys startete so vielversprechend und endete so unschön. Man konnte sich auf keinen langfristigen Vertrag mit Quarterback Dak Prescott (27) einigen, weswegen er auf dem Franchise-Tag spielte und erneut seinen Wert beweisen sollte, um sich einen großen Vertrag zu verdienen. Seine Leistungen waren auch sehr vielversprechend, bis er sich in Woche fünf eine Knöchelverletzung zuzog, die seine Saison beendete. Er warf für 1856 Yards, 9 Touchdowns und 4 Interceptions. Auf eine ganze Saison hochgerechnet, wären das 5939 Yards, 29 Touchdowns und 12Interceptions. Leider hatte er in den Wochen als Starter nur einen Rekord von 2-3-0. Das lag aber nicht nur an ihm. Er hatte sogar ziemlich wenig Schuld, wie es seine Statistiken auch zeigen. Die Cowboys Defense ließ im Schnitt 36 Punkte zu, was der schlechteste Durchschnittswert der Liga in den ersten fünf Wochen war. Insgesamt war die Verteidigung sehr schlecht. Man belegte Platz 28 im Gesamtranking und es fehlte an allen Ecken und Kanten. Der einzige Lichtblick war Jaylon Smith (ILB, 25), der viele Fehler der Mitspieler wettmachen musste und 154 Tackles aufwieß. Damit hatte er mehr als doppelt so viele, wie jeder andere Spieler im Kader. Es wurden nur 31 Sacks verzeichnet und der beste Passrusher war DeMarcus Lawrence (DE, 28) mit 6,5. In der Secondary ist das einzig Positive Youngster Trevon Diggs (CB, 23) gewesen. Der Rookie hatte zwar teilweise Probleme in Coverage, aber mit 13 Passdeflections und 3 Interceptions machte er das Beste aus seinen Möglichkeiten.

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Offensiv war nach dem Abgang Prescotts nicht mehr viel geboten. Man hielt sich zwar auf Platz 17, aber das war eher den High-Scoring Games, als der Qualität, zuzuschreiben. Neben der Quarterback Verletzung, war auch die Offensive Line betroffen. Alle drei Top-O-liner verletzten sich während der Saison und spielten 618, 154 und 0 Snaps. Zack Martin (OG, 30) spielte noch am meisten, aber leider ist Guard die Position mit dem geringsten Einfluss. Die Tackles Tyron Smith (OT, 30) und La’el Collins (OT, 27) waren nicht zu ersetzen. So waren auch teilweise die schlechten Leistungen der anderen Quarterbacks zu erklären. Andy Dalton (QB, 33) lief 9 der letzten 11 Spiele als Starter auf und hatte nur 2180 Yards, 14 Touchdowns und 8 Interceptions. Dazu wurde er 24 mal gesackt. Es fällt also auf, dass Prescott um einiges besser ablieferte. Das Running-Game litt selbstverständlich auch an den Verletzungen der Line und Star Ezekiel Elliott (RB, 25) erreichte in 15 Spielen nicht einmal die 1000 Yards. Der Lichtblick der Offensive stellen die Wideouts da. Die drei Passempfänger Amari Cooper (26), CeeDee Lamb (21) und Michael Gallup (24) fingen zusammen 2892 Yards und sind in bestem Alter. Alle drei könnten in anderen Teams die Nummer 1 Rolle ausfüllen und mit konstantem Quarterback-Play sogar noch bessere Zahlen aufstellen.

Baustellen

Die größte Baustelle wurde behoben, als man Dak Prescott zum zweitbestbezahltesten Spieler der NFL machte. Er ist, wie vorher erwähnt, mit guten Waffen ausgestattet und kann in dieser Offensive über die nächsten Jahre große Erfolge erreichen. Die drei Passempfänger und Tight End Dalton Schultz (24) bleiben ihm erhalten und sollten an offensiver Feuerkraft ausreichen. Ein Lineman in einer früheren Runde wäre sinnvoll, da die O-Line älter wird und man seinen neuen Franchise Star vor Verletzungen schützen möchte. Nichtsdestotrotz darf man die Defense nicht vergessen. Die Cowboys sind bekannt für spektakuläre, meist offensive Picks, was man im letztjährigen Draft gut sehen konnte. CeeDee Lamb wurde trotz guter Receiver Depth ausgewählt, da er der größte Name auf dem Board war und Aufmerksamkeit durch offensive Feuerkraft nach Dallas brachte.

In der Verteidigung könnte man alles verbessern, aber die Priorität sollte auf Defensive Line und Cornerback liegen. An zehnter Stelle hat man darauf gute Chancen. Patrick Surtain (Alabama, 20) und Caleb Farley (Virginia Tech, 22) sind die beiden Top-Prospects, von denen man sich einen sichern sollte. Da Aldon Smith (DE, 32) Free-Agent wird und DeMarcus Lawrence (DE, 31) auch nicht jünger wird, sollte die zweite Verbesserung auf Defensive End stattfinden. Die Linebacker sollten in einer späten Runde angegangen werden. Wenn, wird nur ein Rotationsspieler benötigt, denn mit Jaylon Smith hat man seinen Nummer-1 Mann und Leighton Vander Esch (ILB, 24) hat auch mehr als genug Potential gezeigt. Sein Problem ist nur, dass er sehr verletzungsanfällig ist. Wenn die Defense also halbwegs verbessert wird und man weniger Verletzungspech hat, sollten die Playoffs in einer nicht besonders starken NFC East möglich sein.

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New York Giants

2020: 6-10-0 Keine Playoffs | Draft-Picks: 6 | Cap Space: $4,1 Mio.

Die New York Giants blicken auf eine merkwürdige Saison zurück. Das Team von Head Coach Joe Judge (39) hatte noch lange Zeit ernste Chancen auf die Playoffs. Geschuldet war dies jedoch der extrem schwachen NFC East. Mit ihren 6 Siegen belegt das Team vom „Big Apple“ immer noch den zweiten Platz der Division. Nur ein Sieg weniger als das Washington Football Team, für die erste Saison unter Judge gar nicht mal so ein schlechtes Ergebnis. Denn schaut man sich die bloßen Zahlen an, dann fällt einem auf, dass das Team auch insgesamt viermal ganz knapp mit einer Ball Possession verlor. Teilweise hätte sogar ein Field Goal zum Sieg gereicht. Angesichts des Verletzungsproblems eine gute Ausbeute, denn immer wieder hatte das Team mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Am schwersten wog der frühe Verlust von Saquon Barkley (24, RB). Der Starspieler der Giants verletzte sich bereits im zweiten Spiel der Saison schwer. Ein Kreuzbandriss! Die wahrscheinlich schlimmste Verletzung eines jeden Sportlers.

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Danach musste man sich natürlich etwas anderes überlegen. Barkley, welcher in den vergangen zwei Jahren die Offensive nahezu allein schulterte, war für die Franchise nicht zu ersetzen. Die im Vorfeld der Saison eingeplanten knapp 1.500 Yards von der Line of Scrimmage, wären wahrscheinlich von keinem Team der Liga einfach so ersetzt worden. Auch wenn andere Spieler ordentlich performten, fehlte Barkley nicht nur im Lauf- sondern eben auch im Passspiel. Dass die Saison nicht gänzlich in einer Katastrophe endete, lag an der zu meist überzeugenden Defensive. Mit etwas mehr Entlastung durch die Offense, wäre hier durchaus einiges mehr möglich gewesen. Diese positive Entwicklung nimmt das Team aber definitiv mit ins Jahr 2021. Schafft man es hier noch etwas die Passverteidigung zu stabilisieren, hat man durchaus eine Playoff-Defensive. Was uns auch gleich zu den Baustellen kommen lässt.

Baustellen

Im Vergleich zu 2020 muss die Offensive definitiv verstärkt werden. Das hat man Gott sei Dank auch im Front Office verstanden. Daniel Jones (23, QB) macht bisweilen einen soliden Job. Benötigt aber natürlich auch Unterstützung um sich herum. Das spürte man in der vergangenen Saison extrem. Während er 2019 in seinem Rookie-Jahr noch für viele überraschend stark spielte, brach seine Leistung im Folgejahr ein. Hier machte sich Barkleys Fehlen bemerkbar. Der Running Back arbeitet derzeit hart an seinem Comeback und wird 2021 hoffentlich wieder gesund dem Team zur Verfügung stehen. Nach einer solch schweren Verletzung, muss man den Schlüsselspieler aber etwas zurückhaltender einsetzen. Verheizt man Barkley erneut, könnten langfristige Probleme entstehen. Deshalb sollte man versuchen einen Ersatzmann verpflichtet. Wayne Gallman (27, RB) erneut unter Vertrag zunehmen, erscheint logisch. Gallman hat von der Verletzung Barkleys profitiert, was den Giants jedoch zum Verhängnis werden könnte. Ausgerechnet jetzt läuft sein Rookie-Vertrag aus. Sicherlich wird Gallman ein paar ordentliche Angebote bekommen. New York wäre daher gut beraten, den Geldbeutel nicht zu weit zu öffnen. Sicherheitshalber hat man sich in Devontae Booker (28, RB) nach einer Alternative umgesehen, um Jones im Backfield weitere Optionen zu bieten.

Zusätzlich hatte man aber auch das Gefühl, dass der Spielmacher gerne noch etwas Hilfe bei den Anspielstationen benötigt. Die Skill Positionen in der Offense sind teilweise ordentlich besetzt aber gerade für die Tiefe benötigt man ein Upgrade. Nehmen wir hier Sterling Shepard (27, WR). Der Wide Receiver ist unglaublich talentiert, physisch sehr stark und ein Topathlet. Trotzdem wird er es wohl nie über den Status zweite oder gar dritte Anspielstation hinausschaffen. Für solide Zahlen ist er gut, aber eben kein Topstar! Aus diesem Grund sah man sich auch von Seiten der Franchise zum Handeln gezwungen. Mit Kenny Golladay (27, WR) holte man sich einen aufregenden Mann! Leider verpasste auch Golladay das meiste der vergangenen Saison wegen einer Verletzung. Mit ihm hat man aber endlich wieder das Potential eines 1.000+ Yards Receiver in den eigenen Reihen.

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Weiter könnte man sich nun auch noch im Draft umschauen, diese Position weiter auszufüllen. Hier hat man mit dem 11. Pick in der 1. Runde durchaus Chancen noch einen der Top Receiver des Jahrgangs zu bekommen. Sollte das nicht der Fall sein, dann die Linebacker Position mit mehr Athletik ausstatten oder gar die O-Line verstärken. Auch wenn die Offensive-Line der Giants 2020 eine der Besten in der Liga war, sollte man nie unterschätzen wie wichtig diese ist. Diese Position mit Talent und Potenzial zu versorgen, schadet letztlich auch für die weiter entfernte Zukunft nie. Ähnliches kann man aber auch von den Linebackern sagen. Hier haben sich gerade auf der Outside Linebacker Position einige Probleme aufgetan. Hier fehlte es gegen schnelle und wendige Spieler an Spritzigkeit und Athletik. Immer wieder schaffte man es nicht bei Läufen über die Außen etwas dagegenzusetzen.

Positiv war jedoch, dass man die Cornerback Position frühzeitig mit Adoree Jackson (25) besetzte. Einziger Wehrmutstropfen ist, dass auch er wegen einer Verletzung zuletzt nur drei Mal auf dem Grün stand. Bis hierher muss man sagen, dass die Giants viele Positionen gut verstärkt haben. Sorgen macht mir etwas die Tatsache, dass das Team auf viele Schlüsselspieler setzen muss, welche aus schweren Verletzungen zurückkehren. Hoffen wir mal, dass sich das Vertrauen der Franchise auszahlt und alle wieder auf einem Topniveau agieren können!

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