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Die Baustellen Der NFL Teams – Die AFC East

DIE BAUSTELLEN DER NFL TEAMS – DIE AFC EAST

Weiter geht es mit den Baustellen der verschiedenen NFL Teams. Nach der NFC South, geht es wieder in die AFC. Dieses Mal in den Osten.

Die AFC East ist eine Division im Umbruch. Nach 20 Jahren Dominanz aus New England, war die Division, nach dem Abgang Bradys, so offen wie nie. Auch in 2021 gibt es kein komplett dominantes Team, weswegen die Offseason für alle Franchises sehr wichtig wird, um die anfallenden Baustellen zu beheben. 

Buffalo Bills

2020: 13-3-0 Conference Championship | Draft-Picks: 7 | Cap Space: $19,5 Mio. $

Die Bills waren eines der Überraschungsteams des Jahres. Von einem Team, das von der Defense abhing und keine besonderen offensiven Stärken aufwieß, entwickelten sie sich 2020 zum zweitbesten Angriff der Liga. Das verdanken sie vor allem zwei Spielern. Zum einen Neuzugang Stefon Diggs (WR, 27), der dieses Jahr einen Durchbruch mit 1535 Yards und 8 Touchdowns hatte. Zum anderen Quarterback Josh Allen (24), welcher dieses Jahr alle Kritik zurückgewiesen hat und das Jahr als dritter Platz in der MVP Konversation beendet hat. Buffalo stellt somit das perfekte Beispiel da, wieso man seinem jungen Quarterback Zeit geben sollte und nicht sofort eine All-Pro Performance verlangen darf. Allen hat sich jedes Jahr besser eingelebt, wurde akkurater und abgeklärter, bis er dieses Jahr mit Diggs seinen Traumpartner gefunden hat und bis nach ganz oben vordrang. Mit Cole Beasley (WR, 31) hatte der Quarterback auch noch den perfekten Mann im Slot, was mit 967 Receiving Yards deutlich zu erkennen ist. Das Running Game hat solide Zahlen aufweisen können, kommt aber nicht an das hohe Level anderer Teams heran, da Buffalo sich stark auf den Pass konzentrierte und dem gesplitteten Backfield rund um Devin Singletary (23) und Zack Moss (23) nur 268 Versuche zuwiesen. Auch die Line verbesserte sich stark. Laut PFF belegte die Gruppe Platz 10, wohingegen sie letztes Jahr noch auf Platz 20 war. Die beiden Tackles Daryl Williams (28) und Dion Dawkins (26) stachen besonders heraus.

Defensiv ließ man, nach einer historisch guten Saison 2019, nach und siedelte sich im Mittelfeld an. Man besitzt immer noch eine der besten Secondarys der Liga, mit Safety Duo Micah Hyde (30) und Jordan Poyer (29), sowie Shutdown Corner Tre’Davious White (25), welcher dies mit 11 verteidigten Bällen und 3 Interceptions erneut unter Beweis stellte. Auch auf Linebacker ist man gut aufgestellt und vor allem Youngster Tremaine Edmunds (ILB, 22) hielt das Feld mit 124 Tackles gut zusammen. Das Problem der Bills liegt vor allem in der Defensive Line. Man bringt viel zu wenig Druck auf den Quarterback. Nur ein Spieler hatte zweistellige Quarterback Hits und A.J Klein (OLB, 29) führte das Team mit gerade einmal 5 Sacks an. Ohne Druck auf den Quarterback, ist auch die beste Secondary nicht in der Lage ewig zu covern, weswegen der Fall auf Platz 16 in Gesamtdefense-Rankings nachzuvollziehen ist

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Baustellen

Die Bills haben die meisten Schlüsselpositionen gut besetzt, deswegen ist es das wichtigste, die guten Spieler zu halten. Das macht Buffalo ziemlich erfolgreich. Man verlängerte Daryl Williams, Micah Hyde und Matt Milano (OLB, 27). Alle drei hatten in den letzten beiden Jahren großen Einfluss auf das Spielgeschehen und spielten nahezu alle Snaps. Offensiv sollte der Spruch „Never change a winning team“ angewandt werden, da eine Veränderung vermutlich eher der Entwicklung des jungen Teams schadet. Allen und Diggs werden sich weiter verbessern und langfristig eines der besten offensiven Duos werden. Wenn man es jetzt noch schafft, das Running-Game mehr einzubinden, wird es sehr schwer den Angriff zu stoppen.

Defensiv tut sich natürlich sofort der Passruch auf. Man behält Schlüsselspieler auf Linebacker und Safety, aber hat sich in der Defensive Line noch nicht verbessert. Vor allem über außen muss mehr Druck kommen. Nachdem man im Rennen um J.J Watt (DE, 32) gegen Arizona verloren hat, muss eine andere Option her. Man weiß nun, dass Buffalo keine Probleme hat, viel Geld zu investieren. Zwei Spieler würden einem dann sofort in den Sinn kommen. Zum einen Jadeveon Clowney (DE, 28), welcher in den letzten Jahren jedoch immer stärker nachgelassen hat und eher gegen den Lauf stark ist und zum anderen Yannick Ngakoue (DE, 26). Er gehörte in Jacksonville zu einem der besten Ends der Liga. Letztes Jahr ließ er dann aber nach, worunter sein Wert litt. Man könnte ihn somit für einen kurzen, billigen Vertrag holen und einen SuperBowl-Run starten. Wenn es der Cap-Space zulässt, würde dem Franchise auch ein weiterer Cornerback gut tun, da alle Starter außer White Free Agents werden.

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Miami Dolphins

2020: 8-8-0 Keine Playoffs | Draft-Picks: 7 | Cap Space: $33,5 Mio. $

Den Bilderbuch Rebuild hätten die Miami Dolphins nahezu hinbekommen. Die Ansätze waren nämlich perfekt. Viel Cap-Space sparen, Stars gegen gute zukünftige Picks tauschen, auf die Entwicklung junger und billiger Spieler hoffen und ein funktionierendes Front-Office haben. Mit Brian Flores (HC, 40) ist der Trainer Aspekt mehr als gut besetzt. Mit Spielern, wie Byron Jones (CB, 28) und Kyle Van Noy (OLB, 29), brachte man defensive Veteranen zum Franchise, die  immer noch gute Leistung erbrachten, aber vor allem viel Erfahrung haben und den jungen neuen Spielern vieles beibringen können. Die Investitionen zeigten Wirkung und man stellte die sechstbeste Verteidigung der Liga. Auch eigene gute Spieler blieben im Team und erbrachten dieses Jahr gute Leistungen. Zum Beispiel DeVante Parker (WR, 28), Mike Gesicki (TE, 25) und DPOY Kandidat Xavien Howard (CB, 27), der dieses Jahr vermutlich die beste Cornerback Saison mit 10 Interceptions und 20 verteidigten Bällen gespielt hat. Das einzige Problem der Dolphins ist, dass viele hohe Draft-Picks nicht so spielten, wie eingeplant.

2020 hatte man drei Erstrundenpicks und leider entwickelte sich keiner wie erwartet. Pick 30 Noah Igbinoghene (CB, 21) kam auf sehr wenig Spielzeit, was vor allem der guten Secondary zuzuschreiben ist. Er ist jedoch noch jung und kann in seine Rolle hineinwachsen. Austin Jackson (OT, 21) kann in das selbe Schema eingeordnet werden. Er wurde sofort auf Left Tackle gestellt und musste eine schwache Offensive Line verbessern. Seine PFF- Note von 52.3 verheißt nichts Gutes und im Kontrast mit anderen Erstrunden-Tackles, zieht er meist den Kürzeren. Der Spieler mit der größten Kontroverse, war aber Quartierback Tua Tagovailoa (23). Er hatte das große Problem, dass seine Konkurrenten sofort auf einem hohen Niveau ablieferten, während er einiges an Eingewöhnungszeit brauchte und in den wichtigen Momenten versagte. Im Entscheidungsspiel um den Playoffeinzug, warf er drei Interceptions und die kritischen Stimmen forderten schon den Wechsel. Wie bei den anderen beiden Prospects, sollte man aber Geduld anwenden. Alle drei sind noch jung und können sich jetzt in einer normaleren Offseason verbessern.  

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Baustellen

Die Dolphins haben viel Cap-Space übrig und nur wenig Verträge zu verlängern. Eine kleine Priorität stellt Ted Karras (C, 28) dar. Der Center spielte zwar nicht überragend, snappte aber jeden einzelnen offensiven Snap, weswegen er auf einem billigen Vertrag keine schlechte Investition wäre. Trotzdem muss in der Line eine Veränderung her. Man belegt Platz 20 im Passblocking und Platz 24 im Runblocking. Ein erfahrener Spieler und ein junges vielversprechendes Talent in einer frühen Runde wären hilfreich und würden Tua einiges an Last von den Schultern nehmen. Dennoch hatte man letztes Jahr drei Rookie-Starter, von denen man eine Verbesserung erwarten kann und sollte. 

Viel Last von den Schultern würde Tua auch ein erstklassiger Receiver nehmen. Den könnte man an dritter Stelle im NFL-Draft bekommen. Die meisten Mock Drafts lassen Miami LSU-Standout Wide Receiver Ja’Marr Chase (WR, 21) wählen. Der junge Mann, nutzte dieses Jahr die Coronaoption und sein Recht nicht zu spielen. Letztes Jahr brach er jedoch mit First-Overall Pick Joe Burrow (QB, 24) sämtliche Rekorde. In einer Saison mit CeeDee Lamb (21), Justin Jefferson (21) und Jerry Jeudy (21, war er, als Sophomore, der beste Receiver des Landes. Auch die Free Agency bwwinhaltet vielversprechende Namen. Es könnte mit A.J Green (WR, 32) oder Sammy Watkins (WR, 27) ein preiswerter dritter Receiver an Land gezogen werden, der den jungen offensiven Spielern Tipps gibt. 

Die Defensive wirkte ziemlich gut. Vor allem auf der Defensive Back Ebene hat man einen guten Ausgleich zwischen jungen Talenten und alten Veteranen. Der Passrush erreichte mit Neuzugang Emmanuel Ogbah (DE, 27) ein neues Level und lässt sich, so wie er ist, sehen. Eine Verbesserung könnte auf Linebacker in Betracht gezogen werden, da man sich von Neuzugang Kyle Van Noy schon nach einer Saison wieder verabschiedet hat und auf seiner Position somit eine Lücke aufkommt. Dank des vielen Talents um Linebacker herum, sollte ein preisgünstiger Role-Player aber  genügen.

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New England Patriots

2020: 7-9-0 Keine Playoffs | Draft-Picks: 9 | Cap Space: $19,5 Mio. $

Hinter den New England Patriots liegt eine schwere Saison. Zum ersten Mal seit Head Coach Bill Belichicks (68) Debüt-Saison in New England, musste man die Spielzeit mit einer negativen Bilanz beenden. Viele Widrigkeiten mit der die Franchise zu kämpfen hatte, konnten diesmal nicht wie in den 20 Jahren zuvor durcheine starke Leistung auf dem Platz vergessen gemacht werden. Der Verlust von Star-Quarterback Tom Brady (43) warf seinen Schatten voraus. Brady prägte die Franchise wie kein anderer. Der G.O.A.T. war maßgeblich am Erfolg der letzten Jahre beteiligt. Die Brady-Belichick-Ära wird als die erfolgreichste Quarterback-Head Coach-Kombination in die Geschichte der Liga eingehen. Mit seinem Weggang wurde die Franchise kalt erwischt. Letztlich musste man sich dann erst mal einen Plan-B überlegen.

Aufgrund der Gehaltssituation konnte man keine großen Sprünge machen. Vielmehr musste man damit klarkommen, was man hatte. Notgedrungen wurde Cam Newton (32, QB) verpflichtet. Eine Verpflichtung kam jedoch auch nur zustande, weil der Spielmacher weit unter seinem finanziellen Marktwert spielte. Baustellen konnten also 2020 nicht wirklich gestopft werden. Ganz im Gegenteil, es kamen noch mehr dazu! Als sich im Verlauf der Offseason die „Corona-Situation“ nicht weiter entspannte, konnten sich die Spielergewerkschaft und die Liga auf die sogenannte „Corona-Option“ einigen. Dabei musste die Franchise weitere Rückschläge hinnehmen. In keinem anderen Team entschieden sich so viele Spieler die Option zuziehen, wie in jenem der Patriots. Mit einmal hatte man zwar wieder etwas mehr Spielraum in Sachen Gehalt, konnte aber zu diesem Zeitpunkt in der Saison nur wenig damit anfangen. Die großen Verträge werden zu Beginn der Free Agency ausgehandelt, welche bereits Monate zuvor verstrichen war.

Leistungsträger wie Dont’a Hightower (31, LB) oder Patrick Chung (33, SS) konnten somit nicht mehr ersetzt werden. Mit Wegfall der Pre-Season war letztlich auch klar, dass es ein Kaltstart für Newton und die Patriots-Offensive werden würde. Das ist für einen neuen Quarterback in einem neuen System natürlich nie von Vorteil. Warum so ausführlich über das letzte Jahr geschrieben wird, wenn es doch um die neue Saison geht? Das erkennt ihr in den Baustellen bzw. der jüngsten Shoppingtour, welche die Franchise im Verlauf dieser Woche unternommen hat.

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Baustellen

Die Baustellen der Patriots sind 2021 exakt die Gleichen, wie auch bereits 2020. Während sich im weiteren Verlauf der Offseason 2020 noch weitere schwere Lücken auftaten, Stichwort „Corona-Option“, wollte New England diesmal wirklich die Schwachstellen zu adressieren. Diesmal ist die Ausgangslage nämlich eine gänzlich andere als vor einem Jahr. Cam Newton wird zumindest für ein weiteres Jahr zurückkehren. Zusätzlich gibt es Trade-Gerüchte rund um Houston Texans Spielmacher Deshaun Watson (25, QB). Auch wenn Watson die Franchise noch mal auf ein anderes Niveau als Newton hieven würde, ist hier noch gar nichts fix. Außerdem wird er sicherlich mehr Unterstützung der Passreceiver erwarten als das letztes Jahr der Fall war. Dieses Problem hatte man 2020 tatsächlich überhaupt nichtin den Griff bekommen. Eichhörnchen Julian Edelman (34, WR) verpasste den Großteil der Saison wegen einer Verletzung. Er war die größte Hoffnung der Offensive gewesen, musste aber passen. Sogar eine Rückkehr 2021 ist noch nicht gesichert. Mit 34 scheint ein baldiges Karriereende ohnehin absehbar.

Alles weitere im Offensive-Corp 2020 waren No-Names, die man vielleicht als Receiver gebrauchen kann, die aber nicht ein Team mit den Ansprüchen dieser Franchise tragen können. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass New England gerade mal nur 12 (!!!) Passing Touchdowns auf das Grün in der Regular Season zaubern konnte. Zum Vergleich, Brady warf in den Playoffs für die Tampa Bay Buccaneers 10 in gerade mal vier Spielen! Logisch das man hier handelte und sich gleich in dieser Woche mit vier Spieler in diesem Bereich verstärkte! In den vergangen zwei Tagen hat New England schlappe $137.500.000 für insgesamt acht neue Spieler hingeblättert!

Die Tight End Position welche seit dem Rücktritt bzw. Abgang von Rob Gronkowski (31, Buccaneers) komplett verweist war wurde doppelt adressiert. Wie notwendig man auf dieser Position nachbesser wollte zeigt die Tatsache, dass man Hunter Henry (27) zu einem der bestbezahltesten Spielern auf seiner Position machte. Mit 9 Picks im Draft hat man zusätzlich alle Trümpfe in der Hand. Mit der jüngsten Shoppingtour hat man ein Statement gesetzt. Auch wenn dies sicherlich noch nicht die Endlösung auf Dauer sein wird, schreitet die Umrüstung weiter voran. Erfreuen wird es auch die Verantwortlichen, dass zumindest Hightower, Chung und weitere Spieler der letztjährigen „Corona-Option“ frühzeitig ihre Absicht bekundet haben, zurückzukehren. Hier sollten sich also manche Probleme automatisch wieder erledigen. Schafft man es dann auch tatsächlich noch einen Deshaun Watson für sich zu gewinnen, wäre man binnen einer Saison wieder da, wo niemand innerhalb der AFC East sie sehen möchte!

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New York Jets

2020: 2-14-0 keine Playoffs | Draftpicks: 12 | Cap Space: $51,8 Mio. $

Als Gewinnerteam sind die New York Jets seit langer Zeit nichtmehr bekannt. 2020 absolvierte das Team aus dem Big Apple mit zwei Siegen und 14 Niederlagen gar die zweitschlechteste Saison der Franchise Geschichte. Offensiv wie Defensiv konnte das Team mit wenigen Ausnahmen überhaupt nicht überzeugen. Dabei sollte der 2018 gedraftete Quarterback endlich eine erfolgreiche Ära einläuten. An Position drei wählten die Jets damals Sam Darnold (23) aus. Die Vorschusslorbeeren waren groß, von einem außerordentlich talentierten Quarterback Jahrgang war die Rede. In seinen drei Jahren in der NFL kommt Darnold allerdings auf magere Statistiken. 13 Siege und 25 Niederlagen, bei 45 Touchdowns und kläglichen 39 Interceptions hat er bislang gesammelt. Muss man sich in New York also erneut die Quarterback-Frage stellen?

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Nein, ich finde hier macht man es sich zu einfach. Welche Waffen und welche Offensive Line stellte man Darnold in der Vergangenheit denn zur Seite? Erneut wurde der Passgeber über 40-mal von gegnerischen Verteidigern gesackt, einer der zehn schlechtesten Werte der NFL. Seine talentierteste Anspielstation war erneut Jamison Crowder (27). Der Wide Reciever würde bei den meisten anderen Teams mit Sicherheit nur die zweite Geige spielen. Mit der Verpflichtung von LeVeon Bell (RB, 29) sollte die Offensive 2019 verstärkt werden. Mit einem fetten Vertrag ausgestattet, erlief der Runningback allerdings nur magere 3,2 Yards pro Lauf. Nach einer ganzen Saison und zwei Spielen in der vergangenen Spielzeit verabschiedete man sich dann auch schon wieder von Bell und schickte ihn in die Wüste. Das Ergebnis: Der beste Runningback der Jets war 2020 ein 37 Jahre alter Ballträger. Frank Gore kam auf 653 Rushing Yards und zwei Touchdowns.

Auch auf der Gegenseite des Balles enttäuschte man auf ganzer Linie. Gegen den Pass stellte man die fünftschlechteste Verteidigung. 4409 zugelassene Passing Yards und 34 zugelassene Passing Touchdowns sprechen für sich. Wenigstens landete man mit 31 Sacks nicht unter den zehn schlechtesten Teams der Liga. Der ehemalige erstrunden Draftpick Quinnen Williams (23) war der einzige Lichtblick der Defensive. In seinem zweiten Jahr war er mit sieben Sacks der Leader seines Teams, und konnte zwei Fumbles forcieren. Allerdings lief er wegen einer Verletzung nur in 13 Partien auf. Zwölf Draftpicks und jede Menge Cap Space öffnen für die New York Jets jede Menge Türen ihr Team zu verbessern und endlich konkurrenzfähig zu werden.

Baustellen

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Sehr viele sehen nach einer weiteren enttäuschenden Saison Darnold´s eine weitere Chance auf einen neuen Franchise Quarterback, schließlich darf man schon an zweiter Stelle im Draft auswählen. Ich würde allerdings am jetzigen Passgeber festhalten. Darnold ist noch immer erst 23 und hat in der abgelaufenen Spielzeit definitiv eine positive Entwicklung erlebt. Der zweite Pick overall wäre perfekt dafür noch mehr Picks zu generieren. Ein Trade um ein paar Postionen nach hinten, zum Beispiel mit den Panthers, wäre definitiv denkbar. Ein Rookie Quarterback ist wohl eher die schlechteste aller Möglichkeiten. Denn auch die Defensive muss durch die Bank verstärkt werden. Egal ob Cornerback oder Edge Rusher, hier besteht dringendster Handlungsbedarf. Ein Kwity Paye zum Beispiel würde die Defensive Line prompt auf ein höheres Level heben. Der 22-jährige Defensive Tackle überzeugt vor allem durch seine brachiale Schnelligkeit bei starker Physis. Das Defensive Backfield könnte man mit Caleb Farley (22) oder Patrick Surtain II (20) sofort verbessern. Schon jetzt picken die Jets fünfmal in den ersten drei Runden des Draft´s, bei einem Trade um ein paar Positionen nach hinten, kämen hier noch einige Picks hinzu. Und die drei genannten Akteure wären wohl auch noch an Stelle zehn bis 16 zu haben.

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