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Die Baustellen Der NFL Teams – NFC North

DIE BAUSTELLEN DER NFL TEAMS – NFC NORTH

Die NFL befindet sich zwar in der Offseason, allerdings wird auch diese viele interessante Geschichten und Themen bieten. Egal ob Free Agency, Combine oder Draft von Februar bis April wird es einige entscheidende und weichenstellende Entscheidungen der NFL Teams für die kommende Spielzeit geben. In den nächsten Wochen, bis zum Draft 2019, werden wir uns jede Woche eine andere Division vorknöpfen und uns ansehen wo bei den einzelnen Teams Handlungsbedarf herrscht.

Die NFC North galt noch vor der Saison als eine der stärksten Divisonen der NFL. Drei der vier Teams blicken jetzt aber auf eine wirklich schlechte Spielzeit zurück. Die Packers blieben hinter ihren Erwartungen und stehen nun vor einem Umbruch. Die Lions konnten offensiv nicht überzeugen und die Vikings konnten ihre Leistungen aus der 2017er Saison nicht wiederholen. Schließlich waren die Bears der lachende Vierte im Norden.

Detroit Lions

2018: 6 – 10 – 0 Keine Playoffs | Draft Picks: 9 | Cap Space: $29,5 Mio.

Alles in Allem war die Saison 2018 eine riesige Enttäuschung für die Detroit Lions. In den beiden vorherigen Spielzeiten belegten sie jeweils den zweiten Rang in der NFC North und konnten beide Male neun Siege und sieben Niederlagen sammeln. Diese Saison sollte dann vielleicht auch Mal etwas mehr herausspringen. Doch Pustekuchen. Die Lions belegten in der insgesamt recht enttäuschenden Division den letzten Rang und können nur auf wenige positive Dinge zurückblicken.

Offensiv kamen die Lions die ganze Spielzeit über nicht richtig in Tritt. Das erste Mal in den letzten acht Jahren kam Matthew Stafford (QB, 31) nicht über die 4000 Passing Yards Marke. Mit seinen Pässen für insgesamt 3777 Yards und 21 Touchdowns zu elf Interceptions gehörte er zum grauen Mittelfeld der NFL. Die Franchise aus Detroit versprach sich natürlich mehr, als sie den 31-jährigen zum bestbezahltesten Akteur der Liga machten. Mittlerweile reiht sich Stafford auf Rang fünf hinter Spielern wie Kirk Cousins (QB, 30, Minnesota Vikings) oder Matt Ryan (QB, 33, Atlanta Falcons) ein.

Die effektivste Anspielstation des Quarterbacks war Kenny Golladay (WR, 25). Der Wide Receiver hatte in seinem zweiten Jahr in der NFL eine kleine Breakout Season in dem er 70 Catches für knapp über 1000 Yards und fünf Touchdowns für sich verzeichnen konnte. Dahinter herrscht gähnende Leere, kein anderer Ballfänger konnte groß auf sich aufmerksam machen. Ein ähnliches Bild lieferten auch die Runningbacks. Die meisten Läufe konnte der in die Jahre gekommene LaGarrette Blount (32) sammeln. Dieser kam aber mit insgesamt 418 Rushing Yards auf einen Durchschnitt von gerademal 2,7 Yards pro Lauf, unterirdische Zahlen für einen Starting Runningback in der NFL. Besser lesen sich da die Zahlen von Kerryon Johnson (21). Dieser kam mit knapp 40 Carries weniger auf 641 Yards und einem Schnitt von 5,4 Yards pro Lauf.

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Auf der anderen Seite des Balles präsentierte man sich gar nicht so schlecht. Über den Lauf gehört die Detroit Defensive zu den zehn besten der Liga. Nur 110,1 Rushing Yards ließ man pro Begegnung zu. Durch die Luft stehen die Lions sogar noch zwei Ränge weiter oben. Insgesamt konnten gegnerische Teams mit Pässen zwar wenig Raum zurücklegen (224,9 Yards pro Spiel), aber verhältnismäßig viele Touchdowns werfen.

Baustellen

Um in der Redzone die nötige Effektivität zu erlangen und die Defensive so in den elitären Bereich zu heben, sollte unter den wichtigsten Punkten die Verpflichtung von Defensive Backs stehen. Bisher machte die Franchise allerdings keinerlei Andeutungen hier namhafte Akteure zu verpflichten. Bei einem weiteren ganz wichtigen Punkt der Verteidigung wurde allerdings bereits gehandelt. Mit Trey Flowers (DE, 25) konnte Detroit sich ein ganz heißes Eisen der Free Agency angeln. Der letztjährige Superbowl Sieger mit den New England Patriots soll den schwächelnden Pass Rush verstärken und für den nötigen Druck auf gegnerische Quarterbacks sorgen. Flowers könnte eine der wenigen offenen Posten in der Detroit Defensive füllen.

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Auch offensiv fand ein ehemaliger Patriot über Umwege nach Detroit. Danny Amendola (WR, 33) soll nach seiner Zwischenstation bei den Miami Dolphins als neuer Slot Receiver die kurze Anspielstation für Stafford stellen. Die größte Baustelle im Angriff ist und bleibt aber noch immer das Running Game. Der Vertrag von Blount lief bereits mit Ende der Saison aus, die Lions haben hier mit Johnson also momentan nur eine „größere“ Personalie in ihren Reihen. Im freien Markt wurden die besten Ballträger bereits von anderen Clubs verpflichtet. Die prominentesten erhältlichen Namen sind hier Marshawn Lynch (33) und Jay Ajayi (26). Doch die letzten Jahre haben durchaus gezeigt, dass die späteren Runden des Drafts durchaus große Talente in sich bergen. Bestes Beispiel: Alvin Kamera (23), welcher spät in der dritten Runde von den New Orleans Saints gewählt wurde.

Green Bay Packers

2018: 6 – 9 – 1 Keine Playoffs | Draft Picks: 10 | Cap Space: $15,1 Mio.

Die Saison 2018 wird den Green Bay Packers Fans als eine weitere verschenkte Spielzeit in Erinnerung bleiben. Ein weiteres Jahr des nun auch langsam in die Jahre kommenden Quarterbacks Aaron Rodgers (35) wurde ohne nennenswerte Erfolge beendet und man fragt sich mittlerweile ob der Superbowl Triumph von 2010 der einzige für das Ausnahmetalent bleiben wird. Mit einem neuen General Manager gingen die Packers zuversichtlich in die Spielzeit. Brian Gutekunst (54) trat die Folge des scharf in die Kritik geratenen Ted Thompson (66) an und sorgte gleich für Aufsehen. Muhammad Wilkerson (DE, 29) wurde als große Verpflichtung angekündigt. Dieser verletzte sich allerdings schon in seiner dritten Partie in grün und gold so schwer, dass er die gesamte restliche Saison auf der Tribüne ansehen musste.

Im offensiven Passspiel konnten die Cheeseheads durchaus abliefern. Rodgers spielte in seiner Comeback Saison eine sehr gute Spielzeit. 4442 Passing Yards und 25 Touchdowns bei nur zwei Interceptions gehen auf die Kappe des Quarterbacks. Einzig und allein seine Passgenauigkeit ließ zu wünschen übrig. Mit 62,3% lieferte der Passgeber den bis dato schlechtesten Wert als Starter in seiner Karriere ab. Insgesamt verteilte er die Bälle sehr gut auf seine Anspielstationen. Einer stach jedoch deutlich heraus, Davante Adams (WR, 26) profitierte enorm vom Abgang Jordy Nelson´s (WR, 33) zu den Oakland Raiders. Er avancierte, wenig überraschend, zum Lieblingsziel von Rodger´s und konnte in jeder Hinsicht Karrierebestwerte sammeln. 111 Passfänge für 1386 Yards und 13 Touchdowns sind Elitewerte.

Am Boden kam Green Bay über die gesamte Regular Season nur langsam in Schwung. Selbst ungeübte Zuschauer erkannten schnell das Runningback Aaron Jones (24) das größte Talent im Packers Backfield besitzt. Doch immer wieder musste sich dieser hinter Jamaal Williams (23) einreihen und galt nur als zweite Wahl. Diese Personalentscheidung war nicht nur für Packers Fans völlig unverständlich. Dies und das extrem schlechte und vorhersehbare Play Calling kosteten Head Coach Mike McCarthy (55) nach Woche 13 schließlich den Kopf und man ging nach fast 13 gemeinsamen  Jahren schließlich getrennte Wege.

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Defensiv zeigte sich Green Bay im Vergleich mit den letzten Jahren durchaus verbessert. Mike Pettine (DC, 52) formte die Verteidigung zu einer Einheit und machte sie, zumindest gegen den Pass, zu einer Top zwölf Defensive. Allerdings nur im Hinblick auf die Passing Yards. Sieht man sich die Anzahl gegnerischer Passing Touchdowns an, sieht es nicht so rosig aus. Ganze 30 Stück fingen sich die Packers und gehören hier zu den zehn schlechtesten Teams der NFL. Nur in einem Aspekt war die Verteidigung noch schlechter und zwar gegen den Lauf. Rang elf der schlechtesten Laufverteidigungen belegte Green Bay, zurückzuführen war dies auf die in der Tiefe unterbesetzte Front Seven.

Baustellen

Für den neuen Head Coach Matt LaFleur (39) und seiner fast komplett neu zusammengesetzten Coaching Riege, gilt es nun die Packers wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Zuletzt lag die gesamte Verantwortung fast komplett auf den Schultern von Aaron Rodgers. Konnte dieser nicht abliefern oder verletzte er sich, war die Saison bereits gegessen. Es gilt also, besonders defensiv, endlich wieder ein vielversprechendes Team zu formen. General Manager Gutekunst sorgte bereits für einige größere Verpflichtungen und verkündete dass man im „Win now“ Modus sei. In Green Bay war man unter dessen Vorgänger kaum Free Agency Aktivitäten gewohnt. Thompson setzte fast jedes Jahr alles auf die im Draft erhältlichen Talente, um für die Zukunft zu sorgen. Standen diese dann vor dem Vertragsende, ließ man Spieler wie Mica Hyde (S, 28, Buffalo Bills) oder Damarious Randall (CB, 26, Cleveland Browns) immer wieder ziehen.

Für die beiden größten Baustellen, dem Pass Rush und der Front Seven, wurden bereits neue Akteure vom freien Markt verpflichtet. Za’darius Smith (DE, 27) jagte als Edge Rusher zuletzt vier Jahre für die Baltimore Ravens Quarterbacks. In der vergangenen Saison konnte er mit 8,5 Sacks seine persönliche Bestmarke setzen. Auch Preston Smith (LB, 26) spielte eine tolle Saison bei den Washington Redskins. Er soll den kürzlich durch sein Vertragsende abgewanderten und in den letzten Jahren immer wieder enttäuschenden Clay Matthews (LB, 32) ersetzen. Um zusätzlich Cap Space zu schaffen wurde der ehemalige First Round Pick Nick Perry (DE, 28) entlassen. Er startete wegen ständiger Verletzungsprobleme nur magere 16 Spiele in den vergangenen vier Jahren. Auch auf der zuletzt unterbesetzen Safety Position wurde im freien Markt nachgeholfen. Adrian Amos (S, 25), welcher vom Divisions Rivalen aus Chicago gedraftet wurde und dort vier Jahre spielte, wurde ebenfalls als Free Agent erworben.

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Der Wide Receiver Corp sollte generell eigentlich kein großes Problem sein. Zwar wird dieser immer wieder als großer Need der Packers genannt, im letzten Draft wurde aber besonders hier besonders zugeschlagen. Drei vielversprechende Receiver Talente wurden gedraftet, einer von ihnen der deutschstämmige Equanimeous St. Brown (22). Dennoch konnte sich keiner von ihnen als richtige Nummer zwei hinter Adams etablieren. In ihrer zweiten Spielzeit werden sich St. Brown und Co. aber an die Unterschiede zwischen College und NFL gewöhnt haben und voll angreifen. Die Packers sind eindeutig gewillt einen Angriff auf die Vince Lombardi Trophy zu wagen. Schon einige vielversprechende Personalien wurden engagiert und durch die gesamte Franchise scheint durch den kleinen Umbruch ein frischer Wind zu wehen. Im Draft haben sie sogar die Möglichkeit nochmal richtig fett zuzuschlagen, ganze zehn Picks konnte sich Green Bay sichern. Davon sind sogar gleich zwei in der ersten Runde.

Chicago Bears

2018: 12 – 4 – 0 Wild Card Round | Draft Picks: 5 | Cap Space: $22,2 Mio.

Die Chicago Bears waren eine der großen Überraschungen der Saison. Vor der Spielzeit sorgten sie mit der Verpflichtung von Star Pass Rusher Khalil Mack (LB, 28) für Furore. Zwei erstrunden Draftpicks verschifften die Bears für den Linebacker zu den Oakland Raiders, wo eine Art Sommerschlussverkauf stattfand. Mack hievte die Defensive prompt auf ein neues Level und schlug ein wie eine Bombe. 12,5 Sacks konnte er sich auf die Fahne schreiben. Die Bears schafften es zum ersten Mal seit 2010 an die Spitze der NFC North und galten schnell als heißer Titelaspirant.

Alles in Allem gilt die Verteidigung der Bears als eine der besten der gesamten NFL. Mit 17,7 zugelassenen Punkten pro Begegnung stehen sie an der Spitze dieser Statistik, gefolgt von den Baltimore Ravens mit 17,9. Insgesamt ließen sie die siebtwenigsten Passing Yards der Liga zu, doch besonders gegen den Lauf präsentierten sie sich enorm stark. Denn die beste Laufverteidigung spielt in Chicago, nur 1280 Rushing Yards konnten ihre Gegner in der Regular Season sammeln. Am beeindruckendsten sind aber die nur fünf zugelassenen Rushing Touchdowns.

Offensiv wirkte Spielmacher Mitchell Trubisky (QB, 24) in seiner zweiten Saison so als wäre er endgültig in der NFL angekommen. Er spielte mit seinen 3223 Passing Yards, 24 Touchdowns und zwölf Interceptions in 14 Partien eine recht solide Saison. Bei einem Blick auf seine Passziele, merkt man schnell, dass es keine wirklich starken „Waffen“ gibt. Der im Angriff beste Playmaker war Tarik Cohen (RB, 23). Er lief nicht nur für 444 Rushing Yards und drei Touchdowns, besonders im Passspiel und als Kick- sowie Puntreturner zeigte er seine enormen Qualitäten. 71 Receptions für 725 Yards und fünf Touchdowns konnte er sammeln und stellte das Lieblingsziel von Quarterback Trubisky.

Baustellen

Mit dem Verlust ihres besten Safetys Adrian Amos in die Free Agency und schließlich an die Green Bay Packers, wurde ein großes Loch ins Defensive Backfield der Bears gerissen. Hier galt es mit dem relativ geringen Cap Space nach Ersatz zu suchen. Der ehemalige Cheesehead und Redskin Haha Clinton-Dix wurde mit einem Einjahresvertrag ausgestattet und kann von nun an die „Windy City“ seine Heimat nennen. Die Defensive sollte also weiterhin auf elitärem Niveau sein und auch in der nächsten Spielzeit wieder abliefern.

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Wie bereits erwähnt war Runningback Cohen die favorisierte Anspielstation von Trubisky und das als Runningback. Das spricht natürlich nicht gerade für die Qualität der Wide Receiver. Der beste unter ihnen war mit 55 Receptions für insgesamt 754 Yards der fünfundzwanzigjährige Allen Robinson (25), gefolgt von Taylor Gabriel (27) mit 688 Receiving Yards. Auch hier wurde vom freien Markt bereits eine neue Personalie verpflichtet. Cordarrelle Patterson (27) gewann zuletzt den Super Bowl mit den New England Patriots und unterschrieb jüngst einen Zweijahresvertrag in Chicago.

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Insgesamt fehlt den Bears nicht viel um ernsthaft um den Titel mitspielen zu können. Head Coach Matt Nagy (40) gelang in der vergangenen Saison großartiges, er formte aus einem durchschnittlichen Team mit den richtigen Personalentscheidungen und extrem gutem Coaching ein wahres Top Team. Nun gilt es für den amtierenden „Coach oft he Year“ das Getane bei zu behalten. Solange Trubisky noch unter seinem günstigen Rookie Vertrag spielt muss der übrige Cap Space richtig genutzt werden, um auch die kommende Saison als Contender ins Rennen zu gehen.

Minnesota Vikings

2018: 8 – 7 – 1 Keine Playoffs | Draft Picks: 8 | Cap Space: $2,4 Mio.

Eigentlich galt die abgelaufene Saison als die der Minnesota Vikings. Eigentlich hieß es für die Franchise Alles oder Nichts. Eigentlich wurde mit Kirk Cousins (QB, 30) das letzte noch fehlende Puzzle Teil verpflichtet. Doch alles kam etwas anders als es sich die Fans im hohen Norden ausmalten. Heilsbringer Cousins spielte zwar keine schlechte Saison, allerdings war sie auch nicht so gut wie man es sich vom drittbestbezahltesten Spieler der NFL erhoffte. Knapp 4300 Passing Yards bei 30 Touchdowns und zehn Interceptions lesen sich eigentlich nicht schlecht, dennoch stand Minnesota am Ende bei nur acht Siegen zu sieben Niederlagen und einem Unentschieden noch nicht einmal in den Playoffs.

Auf der Wide Receiver Position waren die Vikings bestens aufgestellt. Adam Thielen (28) und Stefon Diggs (25), zusammen stellen sie eines der gefährlichsten Receiver Duos der NFL. Beide absolvierten 2018 eine tolle Saison. Thielen kam auf 113 Receptions, 1373 Yards und neun Touchdwons, Diggs fing 102 Pässe für 1021 Yards und ebenfalls neun Touchdowns. Im Laufspiel konnte Minnesota nicht so überzeugen. Mit Latavius Murray (29) und Dalvin Cook (23) blieben gleich zwei Runningbacks hinter ihren Erwartungen. Die gesamte Rushing Offensive der Vikings belegte den drittletzten Rang der Liga, nur 93,3 Yards konnten so pro Begegnung sammeln.

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Das einstige Aushängeschild, die Defensive, fiel gegen den Lauf ins Mittelfeld aller Teams zurück. Zu viel ließen die Wikinger über gegnerische Runningbacks zu und mussten sich zu häufig darüber geschlagen geben. Gegen den Pass waren sie allerdings weiterhin eine Macht. Hinter den Buffalo Bills und den Jacksonville Jaguars ließ man den drittgeringsten Raumgewinn durch die Luft zu. Besonders stark performte man in der Redzone. Keine andere Verteidigung erlaubte weniger Touchdowns, nur 15 Stück kassierten die Vikings in 16 Regular Season Spielen.

Baustellen

Offensiv fehlt der Franchise wirklich nicht viel. Einzig und alleine im Laufspiel muss dringend nachgebessert werden. Murray´s Vertrag wurde zwar kürzlich verlängert, ob er und Cook aber die Zukunft im Backfield der Vikings sind, ist fraglich. Viele andere Möglichkeiten bieten sich aber auch nicht. Mit dem extrem geringen Cap Space, sind auch keine großen Verpflichtungen in der Free Agency möglich. Hier muss man also damit leben, was man hat.

Auch defensiv wurden neue Verträge mit Spielern abgeschlossen. Mit Anthony Barr (LB, 27) und Sheldon Richardson (DT, 28) konnten zwei essenzielle Leistungsträger der letzten Jahre noch einmal langfristig gebunden werden. Laut Medienberichten waren sich die New York Jets und Barr zwar schon auf eine Zusammenarbeit einig, Minnesota konnte aber nochmal dazwischen grätschen und ihn doch wieder zurück in den Norden lotsen.

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Eine Personalie mit der noch keine Einigung gelang, ist Safety Andrew Sendejo (31). Der bisherige Chef der Secondary ist im Moment auf dem freien Markt für jedes Team erhältlich. Ihn zu behalten wäre für die gesamte Defensive ein sehr wichtiger Schritt. Dies gilt allerdings, wieder mit dem Blick auf das liebe Geld, als ausgeschlossen. Es wird interessant zu sehen ob die Verteidigung auch ohne ihn ihre Dominanz behalten kann und die Vikings den Schritt zurück in die Playoffs schaffen können.

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