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Die Baustellen Der NFL Teams – Die NFC South

DIE BAUSTELLEN DER NFL TEAMS – DIE NFC SOUTH

Wie bereits letzte Woche angekündigt, werden wir uns in den kommenden Wochen mit den Teams und ihre Baustellen für die kommende Spielzeit beschäftigten. Nach dem die AFC South den Auftakt gemacht hat, den Artikel könnt ihr HIER nochmals nachlesen, wollen wir diesmal das Pendant aus der NFC spiegeln. Die NFC South gehört zu den attraktivsten Divisionen der gesamten Liga. 

NEW ORLEANS SAINTS

2020: 12-4-0 Divisional Round | Draft-Picks: 3 | Cap Space: – $47,8 Mio.

Die New Orleans Saints stehen vor einer ungewissen Zukunft. Während man die letzten Jahren durch den Franchise Quarterback Drew Brees (42, QB) verwöhnt war und der Erfolg letztlich um den Spielmacher aufgebaut wurde, stehen hier große Fragezeichen. Nach einer Saison in der man mal wieder vorzeitig in der Divisional Round scheiterte, muss sich die Franchise erst mal wieder berappen und sich einen Plan für die Zukunft überlegen. Hier könnte es den Saints nämlich passieren, dass sie sich in einer ähnlichen Position wie die New England Patriots vor einem Jahr befinden. Aktuell ist unklar was mit Brees passieren wird. Als der Strippenzieher nach der enttäuschenden 20 – 30 Niederlage gegen die Tampa Bay Buccaneers vom Feld schlich, deutete alles auf einen Rückzug der Legende hin. Mittlerweile ist wenig passiert. Immer wieder wird spekuliert, eine klare Aussage gibt es jedoch noch nicht. Dies könnte auch damit zusammenhängen, dass die Franchise sich darüber klar werden muss, was die alternative Optionen sind.

Die Patriots wurden hart und unvorbereitet letztes Jahr getroffen, als ihre Lebensversicherung der Franchise den Rücken kehrte. Ähnliches bahnt sich offenbar auch im Süden der USA an. Beendet Drew Brees seine Karriere, hat man wenig Draft Kapital um einen Nachfolger zu draften. Die Problematik Cap Space lässt keinen Blick auf den Free Agent Markt zu. Somit dürfte es fasst der Franchise ein Anliegen sein, dass der Spielmacher noch eine weitere Saison anhängt. Doch selbst dann werden wir wahrscheinlich nur noch einen Spielmacher erleben, der kaum mit dem zukünftigen Hall of Famer der vergangenen Jahre verglichen werden kann. Egal wie man es dreht oder wendet. Die wahrscheinlich größte Baustelle des Teams befindet sich aber wohl gar nicht auf auf dem Spielfeld.

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BAUSTELLEN

Die Quarterback-Situation ist sicherlich keine angenehme für die Saints. Egal ob Brees weiter macht oder nicht. Um erfolgreich spielen zu können, müsste die Franchise die Defensive verstärken. Mit oder ohne der Nummer 9. Einen Spielmacher der das Team über weite Strecken der Saison tragen kann, wird man sich nicht aus dem Hut zaubern können. Dafür ist eine stabile Verteidigung notwendig. Aus einer sicheren Defense heraus, kann schon ein solides Game-Managing zum Erfolg führen. Hierfür muss man definitiv die Linebacker Position verstärken. Denn auch im Herzen der Defensive krankt es aktuell. Mit Demario Davis (32, OLB) hat man zwar einen erfahrenen Veteranen, der sehr wichtig im Verlauf der letzten drei Spielzeiten wurde, kann jedoch nicht alles alleine machen. Kwon Alexander (26, OLB) laboriert an einer gerissenen Achillessehne. Wann und in welchem Umfang der Spieler wieder zur Verfügung stehen wird ist unklar. Gesund wäre der Spieler wahrscheinlich sogar eine ernster Trade-Kandidat. Aufgrund der ernsten Verletzung, wird es dazu jedoch sicherlich nicht kommen. Eine ebenfalls große Lücke auf dieser Position würde Alex Anzalone (26, OLB) hinterlassen. Anzalone spielte letzte Saison jedes Spiel und präsentierte sich als verlässliche Unterstützung für das Defensive Bollwerk. Eine Vertragsverlängerung scheint aktuell kaum möglich. 

Hier wird man wahrscheinlich das Augenmerk auf eine andere Position lenken. Jene des Free Safety’s. Der Vertrag von Marcus Williams (24, FS) ist ausgelaufen. Bislang hat er mit den Saints nicht verlängert und dies wird schwer genug werden. Obwohl die Passverteidigung auf den Cornerback Positionen mehr als hervorragend besetzt ist, dürfen wir auch den Einfluss von Williams nicht unterschätzen. Der Spieler avancierte zu einem wichtigen Bestandteil dieser starken Secondary. Ihn zu halten, sollte eine der wichtigsten Aufgaben der Verantwortlichen sein. Dies führt uns jedoch zur allergrößten Baustelle des Teams. Der Cap Space! New Orleans liegt aktuell fasst $48.000.000 oberhalb der Gehaltsobergrenze! Kein anderes Team der Liga weist eine solch hohe Differenz auf wie das Team von Head Coach Sean Payton (57). Natürlich ist der Cap Space aktuell noch prognostiziert und könnte sich noch zu Gunsten der Saints verändern, trotzdem werden wir hier nicht von knapp $50 Millionen sprechen. Das Team könnte also tatsächlich gezwungen sein, sich von Großverdienern und wichtigen Spielern wie Michael Thomas (28, WR – $18,8 Mio.) zu trennen. Irgendwie muss man unter die Gehaltsobergrenze kommen und das scheint aktuell nur möglich, durch entsprechende Trades oder Entlassungen. Hier sieht man also ganz deutlich, dass es dieses Jahr wohl überhaupt nicht darum geht, Spieler zu halten oder das Team zu verbessern. Viel mehr steuern die Saints mit ganz großen Schritten auf das Motto: „Schadensbegrenzung“ zu!

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TAMPA BAY BUCCANEERS

2020: 11-5-0 Super Bowl Champion | Draft-Picks: 7 | Cap Space: -$5,5 Mio.

Auch wenn so mancher Tampa Bay Buccaneers Fan noch gar nicht richtig in die neue Saison blicken möchte, ist dieses Unterfangen unausweichlich. Die letzten Wochen waren wahrscheinlich sehr schön und man hat den Super Bowl Triumph entsprechend gefeiert. Trotzdem gilt, „nach der Saison, ist vor der Saison“, auch für die Bucs. Wir berichteten bereits, dass das Team aus Florida in der vergangenen Saison „All In“ gegangen ist. Ein Team gespickt mit Stars, deren Karrieren angezählt oder gar schon vorbei waren. Am Ende waren es jene Spieler, die im Super Bowl das Team zum erfolg führten. Tom Brady (43, QB) wurde schon oft bescheinigt zu alt zu sein. Leonard Fournette (26, RB) wurde vom schlechtesten Team der Liga entlassen. Antonio Brown’s (32, WR) Karriere lag in Trümmern, ehe sich Brady seiner annahm. Rob Gronkowski (31, TE) befand sich bereits ein Jahr im Ruhestand, ehe er seine Footballschuhe noch Mal rauskramte. Am Ende waren es alle vier Spieler, die im Super Bowl einen Touchdown erzielten bzw. warfen. 

Angeführt von einer bärenstarken Verteidigung, die sogar der unglaublichen Offensivpower der Kansas City Chiefs etwas entgegensetzen konnte. Doch auch hier hatte man das Scheckbuch für altbekannte Gesichter geöffnet. Shaquil Barrett (28, OLB) war teil der Denver Broncos Defense, die den Super Bowl in der 50. Auflage gewannen. Auch Ndamukong Suh (34, DL) treibt bereits seit vielen Jahren sein Unwesen in der NFL. Beide waren auch in der vergangenen Saison ein wichtiger Baustein für die Defensive, haben allerdings auch noch keinen neuen Vertrag bekommen. Das ist das große Problem der Buccaneers. Dadurch das man alles auf eine Karte in der abgelaufenen Saison gesetzt hat, laufen von sehr vielen Spielern die Verträge aus. Durch den in dieser Woche verhängten Franchise-Tag an Star-Receiver Chris Godwin (25) ist man aktuell sogar ins Minus gerutscht. Der Cap Space erlaubt somit keine großen Sprünge. Hilfreich wird dabei sein, dass bereis ein Großverdiener wie Mike Evans (27, WR) angekündigt hat, auf Geld zu verzichten, um möglichst viele Spieler zurückzubringen. Doch auch hier wird nicht die Güte eines einzelnen reichen.

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BAUSTELLEN

Die Buccaneers sind Champion, somit kann es nicht viele Baustellen geben. Die Passverteidigung könnte allerdings trotzdem ein Upgrade vertragen. Das man die Chiefs bei gerade mal 9 Punkten im Super Bowl halten konnte, war dem Pass Rush und ein perfekt funktionierender Gameplan geschuldet. Betrachtet man die Secondary individuell, dann wirkt es fasst so als liefert Cornerback Carlton Davis (24) eine One-Man-Show ab. Dies ist natürlich nicht der Fall aber man hat das Gefühl, dass ihm ein zweiter Topstar zur Seite gestellt, noch mal die Passverteidigung auf ein ganz neues Niveau hieven würde. Dann wäre man auch nicht so anfällig, wenn der Druck auf dem Quarterback mal nicht so funktioniert wie im Super Bowl. Vergessen darf man dabei nämlich auch nicht, dass die O-Line der Chiefs schwer verletzungsgeschwächt war. Mit einem vollfunktionstüchtigen Schutzwall vor Patrick Mahomes (25, QB) wird das ein ganz anderes Spiel!

Ebenso ist fraglich wer der Free Agents auch zurückkehren wird. Hat man mehrere Abgänge zu verbüßen, könnten sich hier noch einige schwere Lücken auftun. 33 Free Agents hat das Team vorzuweisen! Lediglich die  San Francisco 49ers und Seattle Seahawks haben mehr wie jene Bucs. Dazu muss man sagen, würden noch einige Großverdiener auf Gehalt verzichten und auch die Free Agent Starspieler nicht ihren vollen Markt austesten, hätte das Team beste Chancen erneut um den Titel mitzuspielen. Dies steht und fällt aber vor allem damit, dass man möglichst viele Leistungsträger von 2020 wieder an Bord hat. Freilich wird auch Tom Brady sein bestes geben um jene Spieler vom Verbleib zu überzeugen. Allerdings muss man auch sagen, dass dies sicherlich nicht bei jedem gelingen wird. Das Team ist also gut beraten sich nach Alternativen und Option umzusehen. Schafft man es nicht zeitnah seine Spieler zu binden, wird es problematisch bei diversen Angeboten mitzuhalten. Gerade nach einem Super Bowl Sieg neigen Teams mit viel Cap Space dazu, Spieler des Siegers zu überbezahlen. Ähnliches Szenario sehe ich auch bei den Buccaneers. Dann hat man wenig Spielraum um bei Angeboten mitzubieten, die jenseits der eigenen Möglichkeiten sind.

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ATLANTA FALCONS

2020: 4-12-0 keine Playoffs | Draft-Picks: 7 | Cap Space: -$14,2 Mio.

Seit der Super Bowl Teilnahme der Atlanta Falcons im Jahr 2016 geht es für die Franchise stetig bergab. An der Niederlage und eines der größten Comebacks der Sportgeschichte, hat man heute noch zu knabbern. Im Folgejahr erreichte man noch mit Ach und Krach die Divisional Round, flog allerdings gegen die Philadelphia Eagles aus den Playoffs. Die letzten drei Jahre absolvierte man immer enttäuschend. Partien in der letzten Minute aus der Hand zu geben, ist seit dem Super Bowl Kracher gegen die New England Patriots beinahe schon zur Phobie geworden. 2020 verloren die Falcons tatsächlich sechs Spiele trotz einer Führung im letzten Quarter. Nie fühlte es sich an als könnte das Team rund um Quarterback Matt Ryan (35) das Spiel über die Zeit retten, immer war die Angst in den Augen der Spiele stets wahrnehmbar.

Dabei sieht die Offensive rund um Ryan nie besonders schlecht aus. Tatsächlich konnte Atlanta in der vergangenen Spielzeit mit 4.620 Passing Yards die fünft meisten der NFL verbuchen. Die Ausbeute von mageren 27 Passing Touchdowns ist allerdings wiederum nur Mittelmaß. Trotzdem war das offensive Passspiel das Einzige was richtig funktionierte, über das Laufspiel ging nämlich kaum etwas. Vor der Saison konnte man einen der besten Runningbacks der vergangenen fünf Jahre unter Vertrag nehmen. Dass die Verpflichtung von Todd Gurley (26) wegen dessen lädierten Knies ein „Proof-it-Deal“ sein würde, war klar, beweisen konnte Gurley allerdings nicht viel. Magere 678 Rushing Yards brachte er aufs Board. Zusammen mit seinen Kollegen im Backfield stellte Gurley das sechst schlechteste Laufspiel der gesamten Liga. 

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BAUSTELLEN

Die Defensive war das perfekte Gegenstück der eigenen Offensive. Gut im Verteidigen des Laufspiels, aber absolut katastrophal wenn man gegen den Pass spielen musste. 4.918 erlaubte Passing Yards waren einsame Ligaspitze. Obendrauf kamen 34 zugelassene Touchdowns durch die Luft, der dritt schlechteste Wert aller Teams. Doch wie soll die Riesenbaustelle der Defensive behoben werden? Mit beinahe $20 Mio. im Minus steht man finanziell sehr schlecht da. Obendrein kommen ganze 26 Free Agents des Team´s, darunter auch Keanu Neal (S, 25), die Stütze des Defensive Backfield´s der letzten Jahre. Den erstrunden Draftpick von 2016 langfristig zu binden wäre eigentlich nötig, bei der schlechten finanziellen Lage aber nicht möglich. Personell muss dringend ausgemistet werden, um irgendwie Starter verpflichten zu können. Wenn dies nicht gelingt, ist ein Rebuild in naher Zukunft unumgänglich. Neben den großen Baustellen der Secondary muss auch in Punkto Pass Rush einiges geschehen. Gegnerische Quarterbacks haben gegen Atlanta regelmäßig viel zu viel Zeit sich eine Anspielstation auszusuchen. Mit 4,5 Sacks war Deion Jones (26) der beste Quarterbackjäger des Teams, und das als Middle Linebacker.

Mit Matt Ryan reist das Gesicht der Franchise ebenfalls ein riesengroßes Loch in das Portemonnaie der Falcons, ein Hauptgrund warum viele einen Trade des Quarterbacks erwarten. Noch dazu ist „Matty Ice“ nicht ansatzweise so eiskalt wie in seiner Vergangenheit. Dem Passgeber wird zunehmend eine Art Looser Mentalität zum Verhängnis. Was Ryan allerdings kann, hat man oft genug gesehen und darf man nicht vergessen. Ihm und dem Team würde ein Tapetenwechsel wirklich guttun. Würde die Franchise Ryan tatsächlich zu einem anderen Team verfrachten, befindet man sich im kommenden Draft auch in aussichtsreicher Position. In Runde eins darf man, dank einer sehr schlechten Saison, an Stelle vier auswählen. Zwar wird dann kein Trevor Lawrence (21) mehr zu haben sein, ein Justin Fields (22) oder ein Zach Wilson (21) wäre dann aber wohl noch auf dem Board.

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Die größte Baustelle ist jedoch die Versagermentalität des Teams. Wie bereits erwähnt steht man sich selbst meist im Weg und vermasselt es auf die letzten Meter doch noch. Wenn einem Team ein solcher Fluch anhängt, ist es nur schwer diesen zu brechen. Da war die Verpflichtung eines neuen Head Coaches unumgänglich. Der alte Trainer Dann Quinn (50) trat sein Amt 2015 an und formte sein Team binnen eines Jahres zu einem Super Bowl Contender, aber auch ihn brach das NFL Finale von 2016. Der neue Mann an der Seitenlinie heißt Arthur Smith. Der 38-jährige war seit 2011 bei den Tennessee Titans tätig, zuletzt als Offensive Coordinator. Nun steht er vor der schweren Aufgabe ein Verliererteam zurück auf die Siegerstraße zu führen.

CAROLINA PANTHERS

2020: 5-11-0 keine Playoffs | Draft-Picks: 6 | Cap Space: $18,5 Mio.

Die Carolina Panthers hatten vor der Saison vermutlich keine großen Hoffnungen. Mit wenig Star Power im Kader und in einer Division mit den SuperBowl Favoriten aus New Orleans und Tampa Bay, waren die Chancen auf die Playoffs gering. So war der 5-11-0 Rekord letztendlich auch keine große Überraschung. Das Beste was die Saison zeigte, ist das große Potential, das in den vielen jungen Spielern steckt. Offensiv gab es in Woche Zwei schon den ersten Tiefschlag, als Franchise-Star Christian McCaffrey (RB, 24) verletzt für den Großteil der Saison ausfiel. Mit 2000 Scrimmage Yards in 2019, war er das Herz und die Seele der Panthers-Offense. Ihn ersetzte man aber gekonnt mit Mike Davis (RB, 27), welcher zwar nicht auf dem selben Level war, aber trotzdem 1000 Scrimmage Yards aufs Papier brachte. Teddy Bridgewater (QB, 28) spielte typisch durchschnittlich und konnte keinen Unterschied machen, was aufgrund der erstklassigen Waffen auf der Receiver Position ziemlich schwach ist. Mit Robby Anderson (WR, 27) und D.J Moore (WR, 23) besitzt man eines der besten Duos, welche mit 2289 kombinierten Receiving Yards die fünftmeisten der NFL haben. Wenn man zu diesen beiden Spielern noch Curtis Samuel (WR, 24) als dritte Option anbietet, ist es nicht untertrieben von einen Top 3 Wide Receiver Trio zu sprechen. Die Zukunft wird zeigen, was die Drei, hoffentlich unter einem besseren Quarterback, noch erreichen können.

Die Defensive sorgte dieses Jahr auch für einiges Erstaunen. Man belegte zwar nur auf Platz 18, aber das Durchschnittsalter der Starter lag bei 23.45, welches die jüngste Verteidigung seit sehr langer Zeit darstellte. Zum Vergleich war die Defense der Cleveland Browns 2018 die zweitjüngste, mit einem Durchschnittsalter von 24.80, was mehr als ein Jahr älter ist. Die Defensive Line ist mit dem diesjährigen Erstrundenpick Derrick Brown (DT, 22) und dem 2019 Erstrundenpick Brian Burns (DE, 22) gut besetzt und die Beiden verzeichneten zusammen 33 QBHits. Die Linebacker sind seit dem Abgang Kuechlys nicht mehr dasselbe, aber Captain Shaq Thompson (OLB, 26) hielt das Feld mit 114 Tackles gut zusammen. Am Anfang der Saison wurde die Defensive Back Abteilung als Schwachstelle der Defense benannt, doch ein Mann änderte dies komplett. Zweitrundenpick Jeremy Chinn (S, 22) kam in die Liga und veränderte das Team komplett. Er war der zweitbeste Rookie-Defender der Liga und wieß 117 Tackles, sowie 2 defensive Touchdowns auf. Zudem spielte auch Safety-Kollege Tre Boston (28) überragenden Football.

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BAUSTELLEN

Der Vorteil der Panthers ist, dass man die meisten wichtigen Spieler für einige Zeit an sich gebunden hat. Grundstein der Offensive-Line Taylor Moton (OT, 27) wurde mit dem Franchise Tag belegt. Er hat jeden Snap des Angriffs gespielt und sehr gute Leistungen erbracht. Weitere Prioritäten wären Curtis Samuel (WR, 25) und mindestens einen der beiden Guards Chris Reed (29) oder John Miller (28) zu resignen. Defensiv ist man, wie schon erwähnt, ziemlich jung und hat somit viele Stars auf Rookie Verträgen. Der einzige nennenswerte Free Agent (minimum 50% der Snaps) ist Rasul Douglas (CB, 27), der jedoch mehr ein Role-Player ist und somit nur einen billigen/kurzen Vertrag bekommen sollte.

Interessant wird es, wenn man Richtung Draft und Free Agency schaut. Veteran Kawann Short (DT, 32) verdiente an die 16 Millionen $ und wird vermutlich keinen neuen Vertrag erhalten. Das führt zu einer großen Flexibilität an verfügbarem Cap-Space. Defensiv wird sich viel entwickeln und vor allem die Defensive Line, so wie die Secondary sind auf einem guten Niveau. Verstärkung würde auf der Linebacker Position Sinn machen. Man stand auf Platz 28 gegen den Lauf und ein Downhill Backer, der das benötigte Tackle setzt, fehlt der jungen Verteidigung noch. Die Offensive Line könnte auch noch einen guten Draftpick oder Veteran vertragen, um dem Quarterback genug Zeit zu verschaffen.

Der Quarterback ist auch die größte Baustelle des Teams. Das Team braucht einen Mann, der den Unterschied macht, denn Bridgewater schränkt den vielseitigen Angriff rund um Mastermind Joe Brady (31) als Offensive Coordinator extrem ein. Viele Gerüchte wießen auf einem Blockbustertrade mit Houston für Deshaun Watson (QB, 24) hin, jedoch ist Carolina im Moment nicht der höchstbietende Kandidat und es wird sich vermutlich Richtung College Prospect umgeschaut. Mit dem achten Pick, stehen auch viele Möglichkeiten offen. Man wird sich von Trevor Lawrence (21) und Zach Wilson (21) verabschieden müssen, aber danach ist alles erreichbar. Mit Glück könnte Justin Fields (21) auf der Acht noch da sein, oder man tradet ein paar Plätze nach oben, um sich den Wunschspieler zu sichern. Ansonsten stehen Trey Lance (20) und Mac Jones (22) zur Wahl. Jones ist der vermutlich bessere Spieler, der eher die Rolle des typischen Quarterbacks erfüllt und Lance bringt einiges an Risiko mit sich, könnte aber noch besser werden. Die Hoffnungen sollten auf Fields liegen, da er die meiste Erfahrung mit sich bringt und am besten in das gespielte System passt, jedoch wird sich ziemlich sicher auch niemand über Trey Lance beschweren.

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