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Die Divisional-Round Quarterbacks

DIE DIVISIONAL-ROUND QUARTERBACKS

Noch acht Quarterbacks dürfen diese Saison um den SuperBowl-Ring spielen. Vier Quarterbacks der AFC und vier der NFC. Dieses Jahr begegnet man jedoch einem historischen Ereignis. Nie war der Altersunterschied der Spielmacher so groß. In der AFC herrschen die Youngsters, angeführt von Baker Mayfield (25), dem Ältesten im Bunde. Man kommt auf ein Durchschnittsalter von 24,5.  In der NFC herrschen ganz andere Bedingungen. Angeführt vom 43-jährigen Tom Brady, kommt man auf ein Durchschnittsalter von 36,75. Ein Alter in dem nahezu kein Spieler mehr aktiv spielt, geschweige denn Starter ist. Doch wodurch zeichnen sie sich aus und wer hat die besten Chancen sein Team in die Conference Finals zu führen?

AFC 1: Baker Mayfield vs. Patrick Mahomes

Baker Mayfield (25) kam 2018 als First-Overall Pick in die Liga. Er wurde von den 0-16 Browns gepickt, welche eine lange Suche nach der richtigen Führungsperson hinter sich haben. Mit Baker schien der richtige Mann gefunden worden zu sein. Im ersten Jahr holte er, ohne beachtliche Waffen um ihn herum, einen 7-8-1 Rekord, was der Beste seit 2007 war. Im nächsten Jahr wurde seine Offense um einiges verbessert und man holte unter anderem Star-Receiver Odell Beckham Jr. (28). Baker ließ aber stark nach und die Browns beendeten das Jahr 6-10. Dieses Jahr war die Offense nahezu perfektioniert. Man hat eine Top 3-Offensive Line, ein starkes Laufspiel und gute Passempfänger. Er kehrte zu alter stärke zurück und führte die Browns in einer schweren Division in die Playoffs.

Patrick Mahomes (25) kam in eine ganz andere Situation. 2017 drafteten ihn die Kansas City Chiefs an zehnter Stelle. Da er ein ziemlich rohes Prospect war, ließen sie ihn ein Jahr lang hinter Alex Smith (36) lernen und die Geduld trug Früchte. Er übernahm die Liga im Sturm und wurde in seinem ersten Jahr als Starter MVP und nur ein Offsides-Penalty trennte ihn vor dem SuperBowl. Im zweiten Jahr führte er die 12-4 Chiefs in den SuperBowl, in welchem er San Francisco schlug und dieses Jahr möchte er das gegen einen anderen Herausforderer wiederholen. Die Chiefs hatten mit Mahomes 2020 einen 14-1 Rekord und sind als First-Seed der AFC, der SuperBowl Favorit.  

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Die Chiefs sind hoher Favorit und Andy Reid ist nahezu perfekt nach einer Bye-Week. Jedoch darf man die Browns nicht unterschätzen. Offensiv können sie die Chiefs herausfordern und man hat letzte Woche in Pittsburgh gesehen, wie viel Schaden das komplette Team anrichten kann. Zwar leben die Browns vom Running-Game, doch Mayfield kann durch die Play Action profitieren. Mahomes wird gegen die Browns Defense, welche nur auf Platz 21 steht, vermutlich ein etwas leichteres Spiel haben, aber beide Quarterbacks können gute Tage haben, weshalb das Spiel gut und gerne 50+ Punkte beinhalten kann.

AFC 2: Lamar Jackson vs. Josh Allen

Lamar Jackson (24) kam im selben Jahr wie Mayfield in die Liga. Er war ein großes Fragezeichen, aber die Ravens wagten den Versuch an 32 und es zahlte sich aus. Er ist der gefährlichste Running-Quarterback der NFL und das war er auch schon im ersten Jahr. Als Passer war er jedoch noch ziemlich eingeschränkt, weswegen er nicht komplett überzeugen konnte. Alles änderte sich 2019 als er mit den 14-2 Ravens für 3000 Yards passte und für 1200 Yards rannte. Eine niemals da gewesene Leistung die ihn zum MVP machte. Er verlor jedoch in beiden Jahren die erste Runde der Playoffs mit schwachen Leistungen. 2020 startete unterdurchschnittlich, aber Jackson kam zurück auf die Spur und wieß in den letzten sechs Spielen sechs Siege auf.

Josh Allen (24) ist der dritte Quarterback des 2018 NFL-Drafts. Die Buffalo Bills drafteten ihn an zehnter Stelle. Er hatte alle physischen Fähigkeiten eines NFL-Quarterbacks, jedoch ging er häufig große Risiken ein und war ungenau. Im ersten Jahr spielte er anfangs die Backup Rolle, wurde aber in Woche 6 zum Starter ernannt. In dieser Spanne hatte er einen Rekord von 5-6 und eine Completion-Percentage von 52.2%. 2019 trieb eine Top-3 Defense die Bills in die Playoffs, während Allen weiterhin alles andere als überragend spielte und sich nur leicht steigerte. Dieses Jahr erlebte er dann aber seinen Durchbruch. Die Defense ließ stark nach, was aber von einer unglaublich verbesserten Offense ausgeglichen wurde. Man fügte Stefon Diggs (WR, 27) hinzu und Josh Allen lieferte MVP-Statistiken. Angeführt von  über 4500 Yards, 45 Touchdowns und einer 69.1% Completion-Percentage.

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Die Bills gehen als Favorit in ein Matchup, was spannender nicht sein kann. Buffalo erlebt gerade einen Hype, welcher nach Jahren der Erfolgslosigkeit völlig unbekannt sein muss. Manch einer sagt sogar, dass das Team aus Buffalo stärker als Kansas City sei. Doch mit den Ravens hat man eine komplettes Team ohne große Schwächen vor sich. Die Defense ist sehr stark und könnte Allen Probleme machen. Jackson hat das bessere Matchup, jedoch ist Allen mit einer stärkeren Offense gesegnet. Beide könnten starke Nummer abliefern, jedoch werden die Defensiven mehr zum Spielgeschehen beitragen, als in Kansas City.

NFC 1: Tom Brady vs. Drew Brees

Tom Brady (43) gilt wohl als der erfolgreichste Quarterback, den die Welt je gesehen hat. Als er im Jahr 2000 als 199. Spieler zu den Patriots kam, wusste keiner was in den nächsten 20 Jahren passieren wird. Er gewann sechs SuperBowls, vier SuperBowl MVPs und drei MVPs. Nach 20 Jahren, wechselte er zu den Tampa Bay Buccaneers, welche diesen Funken gebraucht haben. Das Team ist offensiv und defensiv stark und holte 11 Siege. Tom Brady hat starke Waffen, wie schon lange nicht mehr und sein Tank ist sicherlich noch nicht leer. Die Verteidigung spielt genauso gut, vielleicht sogar ein Stückchen besser und mit Brady in den Playoffs, ist sowieso immer alles drin.

Drew Brees (42) ähnelt Brady in vielem. Aus diesem Grund sind sie vermutlich Nummer 1 & 2 in nahezu allen bedeutenden Quarterback-Kategorien. Er kam ein Jahr später in die Liga und spielte die ersten fünf Jahre bei den Chargers, bis er dann von Philip Rivers (QB, 39) ersetzt wurde und zu den Saints wechselte. Mit ihnen gewann er einen SuperBowl, einen SuperBowl MVP und zwei Offensive Player of the Year Awards. Er lieferte konstant gut ab, flachte jedoch in den letzten beiden Jahren etwas ab. Er verletzte sich in beiden Jahren für einige Wochen und man merkte, dass er an Wurfkraft verlor, weshalb das tiefe Passing-Game nicht mehr so gut funktionierte. Er hat aber ein komplettes Team mit einer Top 3 Defense um sich. Am Ende entscheidet er über Sieg oder Niederlage. 

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Das langersehnte Match wird endlich Wirklichkeit. Der Kampf der Legenden um den Einzug in die Conference Finals. Beide haben gute Offenses um sich rum, jedoch sticht die der Buccaneers etwas mehr heraus. Das Spiel wird vermutlich vom Matchup der Saints Defense gegen die Bucs Offense entschieden. Das heißt, wenn Brady stark spielt, hat das Team aus Tampa Bay gute Chancen zu gewinnen. Wenn jedoch die Saints Defense hält und Brees in seinen Rhythmus kommt, kann es auch in die andere Richtung gehen. Für beide wird es sicher einer der letzten Trips tief in die Playoffs, weshalb das Spiel noch mehr Wichtigkeit einnimmt.

NFC 2: Jared Goff vs. Aaron Rodgers

Aaron Rodgers (37) gehört wie Brady und Brees zu einem der erfolgreichsten Quarterbacks der NFL. Auch er hat schon viele Jahre hinter sich und Erfolge abgeräumt. Er kam im NFL Draft 2005 zu den Packers und gewann mit ihnen einen SuperBowl, einen SuperBowl MVP und zwei MVPs (In diesem Jahr vermutlich den Dritten). Nachdem viele an ihm zweifelten und die Packers im Draft 2020 in der ersten Runde Jordan Love (QB, 22) wählten, schienen die Tage ARods langsam gezählt zu sein. Doch jener ließ das nicht auf sich sitzen und lieferte die zweitbeste Saison seiner Karriere ab. Mit 51 Total-Touchdowns und einem Rating von 121.5 wird er mit ziemlicher Sicherheit der MVP der Saison werden und sich erstmal nicht von der Bildfläche drücken lassen.

Jared Goff (26) ist das Gegenteil von Rodgers. Er fühlt sich außerhalb der Pocket nicht sonderlich wohl und braucht ein funktionierendes Scheme um abzuliefern. Dennoch war es den Rams den First-Overall Pick in 2016 wert und in den letzten Jahren konnten sie auch einige Erfolge verbuchen. Anfangs hatte er Startprobleme, doch als Sean McVay (HC, 34) 2017 die Zügel übernahm, änderte sich die Umgebung. Er brachte ein funktionierendes Scheme mit, das Goff nur forderte einen akkuraten Ball zu werfen. Das war seine Spezialität, weswegen man in die Playoffs vorstoßen konnte und 2018 sogar in den SuperBowl, welcher aber dank der desaströsen Offense verloren ging. Die letzten beiden Jahre waren eher durchwachsen, aber da sich die Rams mit einem langen Vertrag an ihn gebunden haben, muss er der richtige Mann sein. Er hat Glück, dass die Spieler um ihn herum und vor allem die Defense auf Top-Niveau sind. 

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Das am eindeutigsten projizierte Spiel, kann sehr schnell enden. Die Packers Offense unter Rodgers hat es dieses Jahr nahezu immer geschafft, die gegnerische Defense zu knacken. Wenn das irgendwie möglich ist, haben die Rams keine Chance. Sollte man aber Rodgers unter Druck setzen können und die Coverage solide spielen, ist eine Siegeschance da. Man hat im Spiel gegen die Seahawks gesehen, dass wenn die Defense lang genug hält, das Running-Game genug Einfluss hat und Goff ein paar gute Pässe wirft. Alles in allem wird es eine schwere Aufgabe für die Rams, aber nicht unmöglich.

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