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Draft 2019 – Gewinner & Verlierer

DRAFT 2019 – GEWINNER & VERLIERER

Es wurde im Vorfeld bereits von uns und anderen Seiten viel zum Draft geschrieben. Ein Ausblick, Nachwuchsspieler die man im Auge behalten sollte usw. Jetzt ist der Draft passé. Daher wollen wir nun auch unseren Senf in Form einer kleinen Analyse dazugeben. Wer hat seine Hausaufgaben gut gelöst? Wer hat seine Chance vertan? Und wer blickt jetzt sogar ganz dumm aus der Wäsche?

Gewinner

Kyler Murray

Der 21 jährige QB Kyler Murray wurde in der 1. Runde an 1. Stelle ausgewählt. Er wurde zum ersten Spieler überhaupt, der sowohl in der Major League Baseball als auch in der National Football League in der 1. Runde gedraftet wurde. Zukünftig wird Murray Superstars wie David Johnson (27, RB) und Larry Fitzgerald (35, WR) Bälle zuwerfen. Für den Youngster hätte es nicht besser laufen können. Schätzungsweise werden auch die Arizona Cardinals froh über ihren Pick sein und blicken daher recht positiv auf den Draft zurück.

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Miami’s Trade Für Rosen

Bleiben wir mal bei Kyler Murray. Dass der Spieler von den Cardinals gedraftet wurde, hat nämlich noch einen weiteren Effekt. Der bisherige Starting-Quarterback Josh Rosen (22) wurde im Zuge der Verpflichtung von Murray an die Miami Dolphins abgegeben. Zwei 2. Runden Picks und ein 5. Runden Auswahlrecht wurden hierfür an die Cards abgegeben. Im Gegenzug erhielt Miami einen 2. Runden Pick, einen 6. Runden Pick und Josh Rosen!

In meinen Augen ein guter Deal für die Franchise. Die Dolphins erhalten schließlich einen jungen Quarterback mit etwas Erfahrung in der NFL und viel Potenzial. Da sich Rosen natürlich auch noch in seinem  Rookie-Vertrag befindet, ist dies ein sehr geringes Risiko, welches die Franchise zu tragen hat. Entweder haut die Verpflichtung hin, oder eben nicht. Finanziell gesehen hat man durch diese Verpflichtung kaum einen Schaden.

Baltimore Ravens

Der Plan der Baltimore Ravens war ganz klar, die Offensive um jeden Preis zu verbessern. Genau dies tat das Team von John Harbaugh (56, HC) auch. Ein Deal mit den Philadelphia Eagles lies die Ravens noch zwei weitere Auswahlrechte in den späteren Runden (4 und 6) erhalten. Trotzdem haben sie ihren Wunschkandidaten in Marquise Brown (21, WR) an 25. Stelle bekommen.

Am Ende wurden fünf der acht Auswahlrechte für Offensivspieler hergenommen. Auf der Wide Receiver Position war es notwendig nachzulegen. Aber auch für Spieler in der Defensive, welche man durch die Free Agency verloren hat, konnte man sich guten Ersatz angeln. Einen Spieler wie Jaylon Ferguson (23, OLB) in der 3. Runde zu bekommen ist ein wahres Schnäppchen.

Runde Pick Position Spieler
1 25 WR Marquise Brown
3 85 OLB Jaylon Ferguson
3 93 WR Miles Boykin
4 113 RB Justice Hill
4 123 OG Ben Powers
4 127 CB Iman Marshall
5 160 DT Daylon Mack
6 197 QB Trace McSorley

Daniel Jones

Für viele nicht nachvollziehbar, wurde Daniel Jones (21, QB) von den New York Giants an 6. Stelle gedraftet. Gerade viele Giants Fans konnten hierbei nur mit dem Kopfschütteln. Hierzu muss man wissen, dass Daniel Jones ein ordentliches Talent ist, aber auch nicht mehr. Freilich kann man nie genau vorhersehen, was mit einem Spieler passiert. Es gab öfter schon Youngster, die in der 1. Runde an 1. Stelle gedraftet wurden und es nie in der NFL geschafft haben. Undrafted Rookies wie Kurt Warner sind sogar in die Hall Of Fame aufgenommen worden.

Trotzdem sehen einige Experten die Giants hier mit einem massiven Missgeschick. Zu teuer sei der 6. Pick gewesen um diesen an Jones zu verschwenden. Der Ein oder Andere fragt sich nun, warum Daniel Jones trotzdem als Gewinner zählt. In meinen Augen kann man gar nicht mehr Druck von einem jungen Spieler nehmen wie es in diesem Falle passiert. Sollte Jones bei den Giants nicht erfolgreich sein, dann wird das sicherlich nicht an ihm selbst liegen. Zum Sündenbock würde Giants GM Dave Gettleman (68) gemacht werden, der schließlich einen solch hohen Pick für Jones „hergeschenkt“ hat. Nach den jüngsten Reaktionen, werden die Giants Fans offensichtlich keine Wunder von Jones erwarten.

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Persönlich würde ich es aber Daniel Jones wünschen, in der Liga erfolgreich zu sein. Und am Ende hätte es Gettleman uns allen gezeigt. Aber wir sind nicht bei wünsch dir was. In den kommenden Jahren werden wir sehen, was passieren wird und wie wir letztlich auf diesen Draft und den Jones-Giants-Pick zurückblicken können.

Verlierer

Josh Rosen

Auch wenn die Miami Dolphins mit Josh Rosen (22, QB) ein Schnäppchen gemacht haben, wird es den 22 jährigen Spielmacher nicht gefallen haben, wie seine alte Franchise mit ihm umgegangen ist. Nach nur einem Jahr ist schon wieder Schluss bei den Arizona Cardinals. Die Cardinals holten in Kyler Murray (21, QB) einen neuen Quarterback, weshalb für Rosen kein Platz mehr war. Nun wechselt er noch weiter in den Süden nach Florida. Eine neue Chance für Rosen, aber eine Narbe bzw. ein angeknackstes Ego wird wohl bleiben. Schließlich wird niemand gerne nach kurzer Zeit wieder ersetzt.

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New York Giants / Dave Gettleman

Die Gründe stehen eigentlich schon bei Daniel Jones als Gewinner. Einen Quarterback in der 1. Runde zu draften ist nichts außergewöhnliches, aber als der Name Daniel Jones (21) fiel, runzelten nicht wenige Experten die Stirn. Der Spielmacher von der Duke University spielte kein schlechtes Jahr, wurde aber von den meisten Experten noch nicht mal unter die Top 20 prognostiziert. Auch wenn man vorsichtig mit einem zu schnellen Urteil sein muss, so hat sich Dave Gettleman (68, GM) und seine New York Giants in eine unliebsame Position begeben. Ein 6. Pick, den sie sicherlich auch anderweitig gut hätten verwenden können, für Jones herzugeben hat nicht jedem gefallen.

Ansonsten ist die Strategie im weiteren Verlauf des Drafts überraschend ausgefallen. Insgesamt konnten die Giants am Ende drei Mal in der 1. Runde auswählen und versuchten solide Picks zu holen. Das man die schwache Offensive Line jedoch erst in der späten 7. Runde adressierte, ist für mich nicht nachvollziehbar. Hier hätte ich mir einen Pick, allerspätestens in der 4. Runde gewünscht.

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