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Offseason 2020 – 5 Aktivitäten Zum Verlieben

OFFSEASON 2020 – 5 AKTIVITÄTEN ZUM VERLIEBEN

Jede Offseason bringt so seine ganz eigenen Stories mit sich. Während manche Teams ganz groß auftrumpfen konnten, stehen andere wiederum fast vor dem Ruin. So ist die Offseason einer NFL Saison manchmal nicht weniger spannend wie die reguläre Saison an sich. Wir haben für euch fünf Offseason Aktivitäten herausgesucht, die man einfach lieben muss.

1. Tom Brady & Gronk Zu Den Bucs

Der wohl größte Paukenschlag war die Tatsache, dass sich Tom Brady (42, QB) nach 20 Jahren tatsächlich von den New England Patriots verabschiedet hat. Seine Karriere wollte er wohl nicht bei den Pats beenden. Stattdessen zog es ihn in wärmere Gefilde. Zukünftig ist der G.O.A.T. bei den Tampa Bay Buccaneers unter Vertrag. Den Spaß lässt sich das Team aus Florida aber auch ordentlich was kosten. Brady bekommt Berichten zu folge $50.000.000 über zwei Jahre garantiert. Zusätzlich kann er noch einen Leistungsbezogenen Bonus von $4.500.000 pro Saison einstreichen. Sinn macht der Wechsel für Brady alle mal. Schließlich kann er bei Tampa Bay auf ein großes Offensivarsenal zurückgreifen, welches er so bei den Patriots definitiv nicht zur Verfügung gehabt hätte.

Als wäre die Verpflichtung nicht schon ohnehin ein Hammer für die Franchise, setzte man dem ganzen Prozess mit einer weiteren Ergänzung die Krone auf. Super Tight End Rob Gronkowski (31) gab seinen Rücktritt vom Rücktritt bekannt und wurde dann gemeinsam mit einem 7. Runden Auswahlrecht im NFL Draft 2020, für einen schäbigen 4. Runden Pick 2020, ebenfalls von den Patriots an die Bucs abgegeben. Natürlich war den Patriots klar gewesen, dass Gronk nur für ein Engagement bei den Buccaneers zurückkehren würde. Scheinbar hat Brady seine Beziehungen spielen lassen und dem Schrecken aller Verteidiger so in den Süden gelotst.

Sicherlich auch aus Verbundenheit für ihre vergangenen Verdienste rund um die Franchise legten die Patriots weder Brady noch „Gronk“ Steine in den Weg. Somit entsprach man den Wünschen beider Spieler. Für die Buccaneers ändert diese Offseason alles. Urplötzlich wurde man zu einem ernstzunehmenden Gegner in der NFC South. Auch wenn man in Florida noch ganz vorsichtig ist das Wort Super Bowl in den Mund zu nehmen, so hört es sich zumindest nicht mehr utopisch an! Mit dem Super Bowl im Raymond James Stadium, wäre es das erste Mal, dass eine Mannschaft den Super Bowl im eigenen Stadion austragen würde. Wenn es wohl jemanden zu zu trauen ist, dann Tom Brady.

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2. Cardinals Ertraden Hopkins

Einer der besten Trades in der NFL Geschichte könnte tatsächlich einer aus dieser Offseason werden! Kaum zu glauben aber die Houston Texans haben einen der besten Wide Receiver der vergangenen Jahre abgegeben. DeAndre Hopkins (27, WR) befindet sich nicht nur im besten Football-Alter, sondern ist auch einer der Besten seines Fachs. Kaum ein Wide Receiver hat bessere Statistiken vorzuweisen wie Hopkins. Nicht nur für mich einer der Top 3 Receiver in der NFL! Den Arizona Cardinals gehört daher gebührender Respekt auf die Idee gekommen zu sein, es überhaupt bei einem solch dicken Fisch zu versuchen. Was die Texans allerdings geritten hat, wird wohl nie so richtig geklärt werden. Entsprechend sauer sind die Fans der Franchise, da es aus vielerlei Hinsicht unnötig war den Spieler für ein Appel und ein Ei zu verscherbeln.

Letztlich wechselte Hopkins mit einem 4. Runden Pick 2020 im Gepäck, für Running Back David Johnson (28), einem 2. Runden Auswahlrecht 2020 und 4. Runden Auswahlrecht 2021. Eine Tatsache die ich immer noch unfassbar finde. Keine Frage war Johnson einst einer der besten im Offensiven Backfield. Seit seiner schweren Verletzung 2017 ist er aber bislang nicht mehr der Alte. Von Verletzungen geplagt konnte er auch 2019 nur 9 mal von Beginn an spielen. Wenn man es so will, haben die Cardinals einen teuren, verschlissenen Spieler und einen 2. Runden Pick für einen Superstar in seiner Primetime getauscht. Ein Deal der die Offensive der Cards sofort auf eine ganz andere Ebene hievt. Was für ein Move!

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3. Packers Setzen Rodgers Unter Druck

Zugegeben, als Fan der Green Bay Packers hätte man sicherlich auf diese Storyline verzichten können. Neutral betrachtet wird uns diese aber wohl über das gesamte Jahr und darüber hinaus beschäftigen. Kurz zur Erklärung. Mit Aaron Rodgers (36, QB) besitzen die Packers grundsätzlich noch einen der besten Spielmacher der Liga. Natürlich wird A-Rod nicht jünger, aber viele sahen noch einige gute Jahre vor ihm. Daher traf es nicht nur den Spieler selbst sehr überraschend, dass die Franchise im letztmonatigen Draft in der 1. Runde einen Quarterback auswählte. Bitter an der Geschichte war nicht nur, dass man einen Quarterback sehr früh im Draft auswählte, sondern dafür sogar auch noch Plätze nach oben Tradete um sicher zu stellen, dass man den Wunschspieler auch wirklich bekommt.

Jordan Love (21, QB) soll früher oder später der Nachfolger Rodgers werden. Nicht nur überrascht sondern auch sichtlich angesäuert äußerte sich Rodgers über diese Tatsache. Nun gab er sogar öffentlich zu, dass er sich vorstellen könnte seine Karriere nicht im Lambeau Field zu beenden. Freilich nutzen die Medien dieses Ereignis aus, um natürlich viel im Hintergrund zu schüren. Es scheint aber auch wirklich so zu sein, als fühle sich Rodgers etwas übergangen. Das es früher oder später dazu kommen würde, war ihm natürlich auch klar gewesen. Letztlich erging es seinem Vorgänger Brett Favre (50, QB, HOF) genauso. Damals wurde Aaron Rodgers im NFL Draft 2005 als potenzieller Nachfolger ebenfalls in der 1. Runde ausgewählt. Nun muss er mehr oder weniger die gleichen Erfahrungen wie Favre machen. Es wird interessant werden, was hier noch in den kommenden Monaten passieren wird!

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4. Spannende Divisionen

Durch Spielerverpflichtungen, den Draft und Trades ergab sich für einige Divisionen eine ganz neue Sichtweise. So haben doch einige Teams die Pause genutzt um auch innerhalb der eigenen Division ein engeres Feld herzustellen bzw. die Kluft zu anderen Teams zu schließen. Mit der Verpflichtung von Hopkins versuchten die Arizona Cardinals (5 – 10 – 0) die Lücke zum Rest der NFC West zu schließen. Mit den San Francisco 49ers (13 – 3 – 0), Seattle Seahawks (11 – 5 – 0) und Los Angeles Rams (9 – 7 – 0) hat man drei schwere Brocken in der eigenen Division.

Selbiges gelang auch den Tampa Bay Buccaneers (7 – 9 – 0). Letztes Jahr noch abgeschlagen in der Division auf Rang drei. Versucht man diesmal mit den New Orleans Saints (13 – 3 – 0), Atlanta Falcons (7 – 9 – 0) und Carolina Panthers (5 – 11 – 0) um den Divisionssieg mitzuspielen. Während letztere vor einem Neustart nach der Entlassung von Quarterback Cam Newton (31) stehen, sehe ich die anderen drei auf einem ähnlichen Niveau. Wobei hier die Falcons sicherlich doch noch etwas den kürzeren ziehen werden.

Das Niveau der NFC North ist wie auch in den letzten Jahren wieder sehr hoch. Wahrscheinlich werden die Green Bay Packers (13 – 3 -0) sich mit den Minnesota Vikings (10 – 6 – 0) um den Titel duellieren. Fraglich wird dahinter sein, ob die Chicago Bears (8 – 8 – 0) sich wieder etwas rehabilitieren können und ob die Detroit Lions (3 – 12 – 1) endlich mal einen Schritt nach vorne unter Head Coach Matt Patricia (45) machen.

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Interessant ist es auch in der NFC East. Hier hatten wir in der letzten Saison vier Teams die eigentlich nichts in den Playoffs zu suchen hatten. Am Ende machten die Philadelphia Eagles (9 – 7 – 0) das Rennen. Die Dallas Cowboys (8 – 8 – 0) verpassten zwar knapp aber doch irgendwie deutlich die Playoffs. Von den New York Giants kann man nur eine minimale Steigerung erwarten. 2020 müssen die Washington Redskins wohl auch eher aufpassen nicht unter die Räder zu kommen. Obwohl man schon in der wohl schwächsten Division der NFC antrat, schaffte man nur 3 Siege!

Auch nach der turbulenten Offseason der New England Patriots (12 – 4 – 0) sehe ich die Dynastie nun offiziell für beendet. Somit werden die Karten innerhalb der AFC East komplett neu gemischt. Die Buffalo Bills (10 – 6 – 0) werden sicherlich versuchen ihre Chance zu nutzen. Langfristig werden aber auch die New York Jets (7 – 9 – 0) und Miami Dolphins (5 – 11 – 0) ein Wörtchen mitreden wollen.

In der AFC South mit den Houston Texans (10 – 6 – 0), Tennessee Titans (9 – 7 – 0), Indianapolis Colts (7 – 9 – 0) und Jacksonville Jaguars (6 – 10 – 0) sehe ich ebenfalls drei Teams auf einem ähnlichen Niveau. Nach dem verrückten Trade mit den Cardinals haben die Texans eine große Waffe verloren. Sicherlich werden die Titans auf die starke Saison von letztem Jahr aufbauen wollen. Auch die Colts mit der Verpflichtung von Philip Rivers (38, QB) sehe ich als einen ernst zu nehmenden Gegner. Im Vergleich fallen die Jaguars dann doch etwas ab.

Insgesamt rücken aber einige Divisionen enger zueinander. Lediglich die AFC West mit dem Champion, den Kansas City Chiefs (12 – 4 – 0) und die AFC North mit den Baltimore Ravens (14 – 2 – 0) scheinen für mich als klare Divisionssieger festzustehen.

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5. Belichick Macht Was ER Will

In diesem Falle ist es eher die Aktivität die nicht gemacht wurde. Man muss es einfach sagen. Niemand, aber wohl niemand kann in den Kopf von Bill Belichick (68, HC, Patriots) hineinschauen! Was haben wir alle spekuliert, was nach dem Abgang von Tom Brady passieren wird. Wer wird als Nachfolger verpflichtet? Wer wird gedraftet? Es wurden unzählige Namen gehandelt. Fast täglich hörte man neue Gerüchte rund um das Spielerpersonal der New England Patriots. Als in der Free Agency nichts auf der Quarterback Position passierte, wandte man sich dem Draft zu. Unzählige Quarterbacks wurden hier mit den Patriots in Verbindung gebracht. Sogar ein Trade Up in die oberen Gefilde der 1. Runde wurde als mögliches Szenario gehandelt. Am Ende tradete Belichick seinen 1. Runden Pick einfach weg! Selbst beim schreiben dieser Zeilen muss ich etwas schmunzeln.

Belichick macht schlicht und einfach was er will. Manchmal scheint es so als tut er absichtlich genau das Gegenteil von dem was prognostiziert wird. Natürlich verfolgt der Head Coach aber auch einen Plan. Wie der genau ausschaut, wird man dann in den nächsten Monaten sehen. Aktuell sieht es aber wohl wirklich danach aus, als bekommt Jungspund Jarrett Stidham (23, QB) seine Chance. Der sich in seinem zweiten Jahr befindende Stidham hat natürlich eine sehr undankbare Aufgabe. Die Lücke, welche Brady hinterlässt, kann er nicht schließen, aber es scheint zumindest so, als besitzt er das Vertrauen des Trainerstabs seiner Franchise. Sei es drum. Für die Fans der Patriots heißt es einmal mehr „In Bill We Trust!“

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